FirstEV Modellübersicht

VW ID.4: Modelle, Preise, Bilder & Test

Der ID.4 war 2020 Volkswagens erster weltweit ausgerichteter Elektro-SUV und machte den MEB-Baukasten erstmals für das volumenstarke Kompaktsegment nutzbar. Sein Erfolgsrezept bleibt bis heute weniger spektakulär als praktisch: kurze Überhänge, viel Innenraum, ein großer Kofferraum sowie Heck- oder Allradantrieb. Nach dem großen Antriebs- und Infotainment-Update von 2023 konzentriert sich das Modelljahr 2027 auf die digitale Reife. Innovision-Infotainment, physische Lenkradtasten, digitaler Schlüssel, erweiterter App-Store und One-Pedal-Fahren modernisieren vor allem die Bedienung. Batterien mit 58 und 79 kWh halten die Baureihe breit aufgestellt. Damit entwickelt Volkswagen den ID.4 kontinuierlich weiter, ohne sein bewährtes Grundkonzept unnötig neu zu erfinden.

ab 40.580 €Grundpreis
bis 570 kmWLTP-Reichweite
bis 185 kWSchnellladen
4aktuelle Varianten
E2Baureihe seit 2021

Schnelle Entscheidung

Welche VW ID.4-Variante passt zu dir?

Die sinnvollste Wahl hängt weniger von der Maximalleistung als von Karosserie, Antrieb und Einsatzprofil ab.

Roter VW ID.4 GTX 2023 seitlich in Fahrt

Allrounder

Pure

SUV · Baureihe E2

Die Variante Pure ist ab 40.580 € der Einstieg in die aktuelle Modellfamilie. Dazu kommen Heckantrieb, 61,0 kWh brutto, bis zu 105 kW DC.

Roter VW ID.4 GTX 2023 seitlich in Fahrt

Reichweite

Pro

SUV · Baureihe E2

Mit bis zu 570 km WLTP bietet sie die größte Normreichweite der Modellfamilie. Dazu kommen Heckantrieb, 84,0 kWh brutto, bis zu 165 kW DC.

Roter VW ID.4 GTX 2023 seitlich in Fahrt

Performance

GTX

SUV · Baureihe E2

Die Leistungsspitze markiert diese Variante mit 340 PS und 5,4 s von 0 auf 100 km/h. Dazu kommen Allrad, 82,0 kWh brutto, bis zu 185 kW DC.

Direktvergleich

Varianten im Datenvergleich

Herstellerangaben und gepflegte FirstEV-Daten; Preis jeweils ohne individuelle Sonderausstattung.

VariantePreisWLTPBatterieLeistung0–100 km/hDCKofferraumAntrieb
PureE2 40.580 € 436 km 61,0 kWh 140 kW / 190 PS 8,5 s 105 kW 533–1.565 l Heck
ProE2 46.825 € 570 km 84,0 kWh 210 kW / 286 PS 6,7 s 165 kW 533–1.565 l Heck
Pro 4MOTIONE2 49.510 € 561 km 82,0 kWh 220 kW / 299 PS 6,1 s 165 kW 533–1.565 l Allrad
GTXE2 53.825 € 535 km 82,0 kWh 250 kW / 340 PS 5,4 s 185 kW 533–1.565 l Allrad

FirstEV Datenranking

Der VW ID.4 im direkten Ranking-Vergleich

Wähle ein Ranking und vergleiche das Modell mit seinem direkten Nachbarn davor und dahinter. Bei Platz eins zeigen wir die beiden nächstplatzierten Modelle.

Beste Elektroautos266 Modelle im Vergleich

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

73,1Punkte
BYD SEAL 82.5 kWh RWD Design
BYD SEAL82.5 kWh RWD Design
Platz 22 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite87,4
Effizienz71,4
Laden53,4
Preis-Leistung89,3
Performance56,4
Nutzwert34,0

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

73,0Punkte
VW ID.4 Pro
VW ID.4Pro
Platz 23 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite83,9
Effizienz71,4
Laden56,1
Preis-Leistung91,3
Performance48,3
Nutzwert40,1

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

72,7Punkte
XPENG L03 RWD Long Range
XPENG L03RWD Long Range
Platz 24 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite69,5
Effizienz85,7
Laden68,9
Preis-Leistung96,6
Performance44,4
Nutzwert19,0
Wie entsteht das FirstEV Ranking?

Die Bewertung normalisiert technische Daten innerhalb desselben Rankings. Berücksichtigt werden Reichweite, Effizienz, Laden, Preis-Leistung, Performance und Nutzwert; je nach Fahrzeugklasse kommen weitere passende Faktoren hinzu. Pro Modell erscheint die bestplatzierte aktuell angebotene Variante. Punkte und Teilwerte sind relative Datenbankwerte und keine Testnote.

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Ausführliche Einordnung

VW ID.4 im Modellüberblick

Technik, Fahrcharakter, Alltag, Kritik und die Rolle der einzelnen Varianten.

VW ID.4: Das gereifte Elektro-SUV

Der VW ID.4 ist das zentrale Elektro-SUV der Marke und damit eines der wichtigsten MEB-Modelle im Volkswagen-Programm. Er steht nicht für die experimentellste Form, nicht für die schnellste Beschleunigung und nicht für maximale Inszenierung, sondern für einen sehr typischen VW-Anspruch: ein familientaugliches SUV, das elektrisch, geräumig, leise und im Alltag berechenbar funktionieren soll. Genau deshalb ist die technische Entwicklung des ID.4 besonders relevant. An ihm lässt sich gut ablesen, wie Volkswagen die frühen Schwächen der ID-Generation abgearbeitet und die MEB-Plattform schrittweise erwachsener gemacht hat.

Im Vergleich zum ID.5 ist der ID.4 die sachlichere Variante. Er trägt dieselbe Grundtechnik, verzichtet aber auf das flach auslaufende Coupé-Heck und setzt stärker auf Nutzwert, Raumgefühl und klassische SUV-Proportionen. Das macht ihn zum direkteren Elektro-Gegenstück zu Modellen wie Tiguan oder Enyaq, aber mit den Eigenheiten einer reinen Elektroplattform: langer Radstand, flacher Innenraumboden, Heckantrieb als Basis und eine Batterie im Fahrzeugboden.

MEB mit Reifegrad

Die wichtigste Neuerung der jüngeren ID.4-Generation ist nicht auf den ersten Blick sichtbar. Mit dem APP550-Antrieb hat Volkswagen die Pro- und GTX-Versionen technisch deutlich nachgeschärft. Frühe ID.4-Hecktriebler waren angenehm, aber nicht besonders druckvoll; der aktuelle ID.4 Pro kommt mit 210 kW und 545 Nm wesentlich souveräner aus dem Stand und aus mittleren Geschwindigkeiten. Das Leistungsplus verändert den Charakter nicht in Richtung Sport-SUV, aber es nimmt dem großen Elektro-SUV die frühere Zurückhaltung.

Technisch ist der APP550 mehr als ein stärkerer Elektromotor. Volkswagen kombiniert den permanentmagneterregten Hinterachsantrieb mit angepasster Leistungselektronik, höherer thermischer Belastbarkeit und einer effizienteren Abstimmung. Genau diese Punkte sind für ein Familien-SUV wichtiger als eine isolierte Beschleunigungszahl. Ein ID.4 muss auf der Autobahn, mit voller Besetzung, im Sommer wie im Winter und nach mehreren Schnellladeetappen stabil funktionieren. Die Weiterentwicklung der Plattform zielt deshalb auf Dauerleistung, Verbrauch und Vorhersagbarkeit.

Vier klare Rollen

Die aktuelle ID.4-Baureihe ist klarer gegliedert als früher. Der ID.4 Pure nutzt eine 58-kWh-Batterie, Heckantrieb, 140 kW und 310 Nm. Damit bleibt er der Einstieg für alle, die das große SUV-Format wollen, aber nicht zwingend maximale Langstreckenreichweite brauchen. Der ID.4 Pro ist die ausgewogenste Variante: 79 kWh nutzbare Batteriekapazität, 210 kW, 545 Nm und bis zu 570 Kilometer WLTP-Reichweite. Diese Kombination passt am besten zur Grundidee des ID.4, weil sie Reichweite, Leistung und Effizienz ohne Allrad-Mehrgewicht verbindet.

Darüber sitzen zwei Allradmodelle. Der ID.4 Pro 4MOTION bringt mit 220 kW mehr Traktion und eine stärkere Systemleistung, ohne den Anspruch des Pro komplett zu verlassen. Der ID.4 GTX ist mit 250 kW und 679 Nm die Spitze der Baureihe. Er beschleunigt deutlich energischer und nutzt eine höhere DC-Ladeleistung, bleibt aber im Kern ein komfortorientiertes SUV. Genau das ist wichtig für die Einordnung: Der GTX macht den ID.4 schneller und souveräner, aber nicht zu einem scharfen Performance-Auto im klassischen Sinn.

Laden mit Vorbereitung

Beim Laden zeigt sich der Fortschritt der MEB-Plattform besonders deutlich. Der ID.4 bleibt ein 400-Volt-Fahrzeug und konkurriert damit nicht über extrem kurze 800-Volt-Ladestopps. Entscheidend ist, dass Volkswagen die Ladeplanung und das Thermomanagement verbessert hat. Die Batterie kann vor einem DC-Ladestopp während der Fahrt vorkonditioniert werden, automatisch über die Routenplanung oder manuell über das Lademenü. Dadurch kommt der Akku eher in den Temperaturbereich, in dem hohe Ladeleistungen wirklich abrufbar sind.

Die aktuellen Varianten zeigen diese Abstufung auch in den Daten: Der Pure lädt mit bis zu 105 kW DC, Pro und Pro 4MOTION mit bis zu 165 kW, der GTX mit bis zu 185 kW. Wichtiger als die einzelne Spitzenleistung ist aber die Stabilität des Ladefensters. Gerade beim ID.4 als Reise-SUV entscheidet nicht nur, was auf dem Papier steht, sondern ob das Auto nach 250 Kilometern Autobahn, bei niedriger Außentemperatur und mit aktivem Routenplaner verlässlich in einen guten Ladezustand kommt.

Raum als Stärke

Der praktische Vorteil des ID.4 gegenüber dem ID.5 liegt im Aufbau. Das konventionellere SUV-Heck bringt mehr Kopffreiheit, eine luftigere zweite Reihe und einen einfacher nutzbaren Laderaum. Mit 533 Litern Kofferraumvolumen und bis zu 1565 Litern Ladevolumen bleibt der ID.4 ein voll familientaugliches Elektro-SUV. Der flache Innenraumboden erleichtert den mittleren Sitzplatz im Fond, und der lange Radstand hilft vor allem hinten, wo Erwachsene auch auf längeren Strecken ordentlich Platz finden.

Diese Stärke wird in Tests regelmäßig bestätigt. Carwow lobt besonders die großzügige Rückbank und den alltagstauglichen Kofferraum, weist aber auch auf den vergleichsweise hohen Ladeboden und die Ladekante hin. Damit bleibt der ID.4 sehr praktisch, aber nicht perfekt. Er nutzt seine Elektroplattform gut aus, erreicht beim Stauraum aber nicht die maximale Variabilität eines klassischen Hochdach- oder Van-Konzepts.

Bedienung bleibt Thema

Ein wesentlicher Teil der Modellpflege steckt im Innenraum. Das größere Infotainment, die neue Menüstruktur, der versetzte Fahrstufenschalter, beleuchtete Touchslider und die verbesserte Sprachbedienung greifen genau jene Punkte auf, für die die frühen ID-Modelle kritisiert wurden. Beim ID.4 ist das besonders wichtig, weil das Auto nicht als Nischenmodell gekauft wird, sondern als Alltagsfahrzeug für viele Fahrerprofile. Klimatisierung, Ladeplanung, Assistenzsysteme und Navigation müssen ohne Lernaufwand funktionieren.

Die externe Einordnung bleibt trotzdem gemischt. Carbuyer beschreibt den ID.4 als gut fahrbares, praktisches Elektro-SUV mit konkurrenzfähiger Reichweite, nennt aber weiterhin das Infotainment, teure obere Versionen und einfache Materialien als Schwachpunkte. Carwow sieht ebenfalls viel Platz und ein ruhiges Fahrgefühl, kritisiert aber Teile der Materialwahl und die berührungssensitiven Bedienelemente. Der ID.4 ist damit ein besseres Auto geworden, aber kein Innenraum-Maßstab. Seine Stärke liegt eher in der Gesamtbalance als im Premium-Eindruck.

Komfort vor Sport

Fahrberichte beschreiben den ID.4 nach dem technischen Update deutlich positiver als zuvor. Electrive fasst den Eindruck sinngemäß als notwendiges, aber gutes Update zusammen: mehr Leistung, geringerer Verbrauch, besseres Infotainment und ein weiterhin komfortables Fahrverhalten. Auch der ADAC hebt hervor, dass Volkswagen den ID.4 mit dem effizienteren ID.7-Antrieb spürbar verbessert hat, ohne den geschmeidigen Grundcharakter aufzugeben. Diese Einordnung passt zur Baureihe: Der ID.4 ist kein Auto, das über Drama verkauft wird, sondern über Ruhe, Platz und planbare Technik.

Das macht die Pro-Version zur wahrscheinlich stimmigsten Wahl. Sie nutzt die große Batterie, den kräftigen Heckantrieb und die beste Reichweitenlogik, ohne Allradgewicht oder GTX-Preisaufschlag. Der Pure ist interessant, wenn Preis und Alltagsstrecken klar im Vordergrund stehen. Pro 4MOTION und GTX lohnen sich vor allem, wenn Traktion, Anhöhen, Winterbetrieb oder die stärkere Beschleunigung wirklich eine Rolle spielen. Insgesamt zeigt der VW ID.4, dass MEB nicht mehr nur ein frühes Elektro-Versprechen ist, sondern als gereifte Plattform ein sehr solides Familien-SUV tragen kann.

Alternativen

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