2025 Peugeot e-308

Preis startet ab 42.435 €
Jahrgang

Für das Modelljahr 2026 steht der Peugeot e-308 als überarbeitetes Facelift im Programm und damit nicht als komplett neues Modell oder nur als kleine technische Pflege, sondern als sichtbar aufgefrischte Version des Kompakten. Die elektrisch angetriebene Steilheck-Variante basiert auf der bekannten 308‑Produktlinie, die erstmals 2022 vorgestellt wurde, und bleibt in der Kompaktklasse positioniert. Charakteristisch sind die überarbeitete Frontpartie mit markanter Lichtsignatur sowie eine auf Effizienz und Alltagstauglichkeit ausgelegte Batterie- und Antriebskonfiguration; Peugeot nennt Reichweitenoptionen bis zu etwa 450 km nach WLTP-Angaben. Insgesamt zielt der e-308 im neuen Kleid auf Käufer, die ein kompaktes, alltagsorientiertes E‑Steilheck mit modernisierter Optik, vernetzter Ausstattung und praxisgerechter Reichweite suchen.

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Warum der Peugeot e-308 ein anderer Elektro-Kompakter ist

Der Peugeot e-308 ist kein Elektroauto, das seine Wirkung über riesige Akkus, extreme Ladeleistungen oder besonders viel Raum erzeugt. Seine Bedeutung liegt woanders: Peugeot hat den normalen 308 und den 308 SW so elektrifiziert, dass Design, Innenraum, Fahrgefühl und Alltagstauglichkeit möglichst nah am bekannten Kompaktmodell bleiben. Der e-308 ist damit ein bewusst unaufgeregtes Elektroauto für Fahrer, die keinen SUV und keine futuristische Plattform suchen, sondern einen kompakten Fünftürer oder Kombi mit elektrischem Antrieb.

Genau diese Rolle macht ihn technisch interessant. Der e-308 basiert nicht auf einer reinen Skateboard-Elektroplattform, sondern auf der EMP2-Multi-Energy-Architektur von Stellantis. Das bringt Kompromisse bei Batteriegröße und Packaging, erlaubt Peugeot aber, Verbrenner, Plug-in-Hybrid und Elektroversion in einer Karosseriestruktur anzubieten. Die Datenblätter zeigen Hatchback und SW jeweils vor und nach dem Facelift; diese Übersicht ordnet ein, warum der e-308 eher über Effizienz, Integration und Karosserievielfalt als über Spitzenwerte funktioniert.

EMP2 statt Skateboard: der elektrische 308 bleibt ein normaler 308

Die technische Grundlage des e-308 ist eine Plattform, die mehrere Antriebsarten tragen kann. Das ist der wichtigste Unterschied zu Modellen wie VW ID.3, Renault Mégane E-Tech oder Hyundai Ioniq 5. Peugeot musste Batterie, Leistungselektronik und Elektromotor in eine Struktur integrieren, die nicht ausschließlich für Elektroautos entworfen wurde. Der Vorteil: Proportionen, Sitzposition und Karosserieform bleiben sehr nah am normalen 308. Der Nachteil: Die Batterie kann nicht beliebig groß ausfallen, und Packaging-Wunder wie ein langer Radstand mit maximalem Innenraum sind schwieriger.

Gerade beim e-308 SW wird diese Entscheidung sichtbar. Peugeot konnte einen vollelektrischen Kombi anbieten, als viele Hersteller im Kompaktsegment fast nur SUV oder Crossover elektrifizierten. Das ist technisch und marktseitig bemerkenswert. Der SW bietet praktische Ladelänge und ein klassisches Kombi-Heck, ohne den hohen Aufbau eines SUV. Gleichzeitig bleibt er ein Multi-Energy-Kombi mit Batterie im Unterboden und nicht ein von Grund auf elektrischer Raummaximierer. Seine Stärke ist also nicht maximale Kubikmeter pro Akku-kWh, sondern ein vertrautes, niedriges und effizientes Karosseriekonzept.

Effizienz als Hauptziel: kleiner Akku, viel Feinarbeit

Peugeot positionierte den e-308 von Beginn an über Verbrauch und Effizienz. Die ursprüngliche Version nutzte eine Hochvoltbatterie mit 54 kWh brutto und rund 51 kWh nutzbarer Energie. Zusammen mit dem neuen 115-kW-Motor, optimierter Front, Unterboden, Gewicht und reibungsarmen Reifen sollte der e-308 sehr niedrige Verbrauchswerte im C-Segment erreichen. Das war eine andere Strategie als bei vielen Wettbewerbern: nicht einfach einen größeren Akku einbauen, sondern aus einer begrenzten Batterie möglichst viel Reichweite holen.

Diese Philosophie hat zwei Seiten. Im Alltag kann ein effizienter Kompakter mit kleinerem Akku angenehm leichtfüßig und sparsam wirken, besonders auf Landstraßen und im Pendelbetrieb. Auf langen Autobahnetappen sind die Grenzen aber schneller sichtbar: weniger Akku-Reserve, weniger Ladeleistung und weniger thermische Puffer als bei größeren Elektroplattformen. Genau deshalb wird der e-308 in Tests oft als effizient und angenehm beschrieben, aber selten als kompromissloser Langstreckenmeister. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass Effizienz allein nicht alle Reichweiten- und Ladefragen löst.

Motor und Leistungselektronik: ausreichend statt spektakulär

Der elektrische Antrieb des e-308 ist bewusst nicht auf Performance ausgelegt. Der 115-kW-Motor liefert sein Drehmoment unmittelbar und passt gut zu einem kompakten Fronttriebler, der im Alltag leise und gleichmäßig fahren soll. Peugeot beschreibt den Antrieb als neue Generation, und im Stellantis-Kontext ist das wichtig: Der e-308 erhielt nicht einfach die frühere e-208-Technik unverändert, sondern eine modernisierte Einheit mit besserem Wirkungsgrad und abgestimmter Leistungselektronik.

Fahrerisch bedeutet das: Der e-308 fühlt sich spontaner an als ein vergleichbarer Verbrenner, aber nicht wie ein sportliches Elektroauto. Die Vorderachse muss Lenkung und Antrieb gleichzeitig übernehmen, weshalb Peugeot die Leistung eher kontrolliert als spektakulär freigibt. Diese Abstimmung passt zum Charakter des 308. Er soll erwachsen, ruhig und präzise wirken, nicht mit Traktionsdrama oder Beschleunigungsshows auffallen. Wer mehr Punch erwartet, wird eher enttäuscht; wer einen kultivierten Alltagsantrieb sucht, versteht die Auslegung schneller.

Laden und Batterie: solide 400-Volt-Technik mit klaren Grenzen

Der e-308 arbeitet mit einer 400-Volt-Batterie und einem serienmäßigen dreiphasigen 11-kW-Onboard-Lader. Am Schnelllader bleibt die Ladeleistung im Vergleich zu neueren Elektroplattformen eher zurückhaltend. Das ist kein Zufall, sondern Folge der Batteriegröße, Plattformintegration und thermischen Reserven. Ein kleinerer Akku kann zwar schneller auf einen hohen Prozentwert kommen, aber die tatsächlich nachgeladene Energiemenge pro Minute bleibt begrenzt, wenn die Ladeleistung nicht sehr hoch ist.

Für den typischen e-308-Nutzer ist das weniger dramatisch als es auf dem Papier klingt, solange zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen wird. Dann zählt der niedrige Verbrauch mehr als die DC-Spitze. Auf der Urlaubsfahrt oder bei häufigen Autobahnetappen wird der Unterschied zu 800-Volt- oder großen MEB-/PPE-Modellen aber spürbar. Der e-308 ist deshalb technisch ehrlich ein Kompakt-EV für überwiegend planbare Nutzung, nicht der Versuch, die Langstreckenrolle eines großen Elektro-SUVs im kleineren Format zu kopieren.

Facelift 2025: mehr Reichweite, mehr Funktionen, aber kein Plattformwechsel

Die Modellpflege 2025 brachte dem e-308 eine sichtbare Designauffrischung und technische Detailverbesserungen. Der neue 308 übernimmt Peugeots modernere Frontgestaltung, ein beleuchtetes Markenemblem in höheren Ausstattungen, überarbeitete Lichtsignaturen und aerodynamisch optimierte Bereiche. Für die Elektroversion ist wichtiger, dass die Facelift-Modelle mit größerer nutzbarer Batterie und höherer Reichweite geführt werden. Peugeot schärft damit genau den Punkt nach, an dem der ursprüngliche e-308 am stärksten kritisiert wurde.

Zusätzlich rückten Funktionen wie Plug & Charge, bessere Ladeplanung, die Möglichkeit zur Begrenzung des AC-Ladens im Alltag und Vehicle-to-Load stärker in den Fokus. Das sind keine spektakulären Neuerungen, aber sie machen ein Elektroauto im täglichen Betrieb reifer. Gerade Plug & Charge und eine bessere Ladeintegration entscheiden darüber, ob ein Auto an öffentlichen Säulen stressfrei wirkt. Der e-308 bleibt technisch ein 400-Volt-Multi-Energy-Auto, aber das Facelift macht ihn digital und energetisch alltagstauglicher.

SW-Kombi: der eigentliche Sonderfall der Baureihe

Der e-308 SW ist vielleicht der interessantere Teil der Modellfamilie. Elektrische Kombis waren lange selten, weil Hersteller lieber SUV elektrifizierten oder reine Elektroplattformen mit hohem Innenraumboden nutzten. Peugeot brachte dagegen einen klassischen Kompaktkombi mit elektrischem Antrieb. Der SW bietet eine niedrige Karosserie, gute Aerodynamik, praktischen Laderaum, umklappbare Rücksitze und je nach Ausstattung Funktionen wie elektrische Heckklappe und Magic Handles. Für viele europäische Nutzer ist das näher am echten Alltag als ein weiterer Crossover.

Gleichzeitig zeigt der SW die Grenzen des Konzepts. Die Batterie wächst nicht auf großes Langstreckenniveau, und der Kofferraum muss mit der elektrifizierten Plattform leben. Wer einen maximal geräumigen Familien-EV sucht, wird bei größeren Modellen mehr Platz und Ladeleistung finden. Wer aber bewusst einen niedrigeren, effizienteren Kombi statt SUV möchte, bekommt mit dem e-308 SW ein seltenes Angebot. Genau diese Nische macht ihn für die Modellübersicht relevant.

Innenraum und i-Cockpit: starkes Design, geteilte Meinungen

Der e-308 übernimmt Peugeots i-Cockpit mit kleinem Lenkrad, hoch positioniertem digitalen Instrumentendisplay und zentralem Touchscreen. Dieses Konzept ist seit Jahren ein Peugeot-Markenzeichen und passt gut zur fahrerorientierten, etwas eigenständigen Wirkung des 308. Im Elektroalltag ist die Bedienung wichtig, weil Ladeeinstellungen, Energiefluss, Klimatisierung und Rekuperation schnell erreichbar sein sollten. Die neueren Softwarestände und Facelift-Funktionen verbessern diesen Bereich, auch wenn der e-308 nicht die radikale EV-Softwaretiefe mancher Wettbewerber bietet.

Die Ergonomie bleibt Geschmackssache. Einige Fahrer lieben das kleine Lenkrad und die hohe Anzeige, andere finden je nach Körpergröße, Sitzposition und Lenkradstellung nicht die perfekte Sicht auf die Instrumente. Das ist beim Elektro-e-308 nicht anders als beim normalen 308. Materialanmutung, Sitze und Design werden häufig gelobt; Kritik gibt es eher an Preis, Menülogik und daran, dass der hohe Designanspruch nicht immer mit der nüchternen Elektro-Hardware mithält.

Fahreindruck: leise, effizient und eher komfortabel als sportlich

In Fahrberichten wird der e-308 meist als angenehm kultiviert beschrieben. Er fährt leise, wirkt auf der Autobahn stabil und passt mit seinem niedrigeren Aufbau besser zu klassischen Kompaktwagenfahrern als viele Elektro-SUVs. Die Rekuperation ist vorhanden, aber nicht als extremes One-Pedal-System inszeniert. Peugeot wählt eher einen konventionellen, berechenbaren Übergang zwischen Rollen, Rekuperation und mechanischer Bremse. Das passt zum Anspruch, dass der e-308 sich wie ein normaler 308 mit elektrischem Antrieb anfühlen soll.

Gleichzeitig fehlt ihm die Leichtigkeit mancher reiner Elektroplattformen und die Souveränität größerer Akkumodelle. Tests loben seine Effizienz und das Design, kritisieren aber oft den hohen Preis im Verhältnis zu Batteriegröße, Ladeleistung und Innenraum. Genau hier liegt die ehrliche Einordnung: Der e-308 ist kein Preis-Leistungs-Angriff, sondern ein stilvoller, effizienter Kompaktwagen für Käufer, die Peugeot-Design und klassische Karosserieformen höher gewichten als maximale EV-Technik pro Euro.

Stimmen und Marktposition: attraktiv, aber schwer zu verkaufen

Der Peugeot e-308 steht in einem schwierigen Wettbewerbsfeld. Gegen VW ID.3, Renault Mégane E-Tech, MG4, Cupra Born, Opel Astra Electric und mehrere neue chinesische Kompakt-EVs muss er erklären, warum ein relativ kleiner Akku und moderate Ladeleistung zu einem Premium-nahen Preis passen. Seine Antwort lautet: Design, Verarbeitung, Effizienz und die Möglichkeit, ihn als Kombi zu bekommen. Das überzeugt nicht jeden, aber es gibt dem e-308 eine eigene Rolle.

Viele Stimmen sehen genau diese Ambivalenz. Der e-308 ist attraktiv, sparsam und angenehm, aber technisch nicht radikal. Heise beschrieb den Facelift-e-308 SW sinngemäß als angenehm zu fahren, aber angesichts Preis und Wettbewerb mit schweren Chancen. Top Gear betont den einfachen Ansatz: ein guter normaler 308, dessen Antrieb gegen Batterie, Motor und Ladeport getauscht wurde. Beide Sichtweisen treffen den Kern. Der e-308 ist nicht das Auto, das den Kompaktmarkt elektrisch neu erfindet. Er ist das Auto für Käufer, die einen 308 wollen und ihn elektrisch fahren möchten.

Varianten: Hatchback und SW vor und nach dem Facelift

Die Übersicht zeigt den e-308 bewusst übersichtlich: Hatchback und SW, jeweils als ursprüngliche Version ab 2023 und als Facelift ab 2025. Damit lässt sich die Entwicklung gut nachvollziehen. Die frühen Modelle stehen für den Start der elektrischen 308-Baureihe mit effizienter, aber begrenzter Technik. Die Facelift-Versionen verbessern Reichweite, Ausstattung und digitale Ladefunktionen, ohne die Grundarchitektur zu wechseln.

Die technischen Detailwerte, Preise und Reichweiten findest du wie gewohnt in den verlinkten Datenblatt-Seiten der einzelnen Varianten. Der größere Zusammenhang ist: Der Peugeot e-308 ist kein Elektroauto der großen Geste, sondern ein bewusst integrierter Kompaktwagen. Seine Stärke liegt in Effizienz, Design und der seltenen Kombi-Option; seine Schwäche bleibt die begrenzte elektrische Skalierung einer Multi-Energy-Plattform.

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e-308 Modelle Übersicht

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