Für das Modelljahr 2026 präsentiert Mitsubishi mit dem neuen Eclipse Cross ein komplett neues, rein elektrisches Kompakt-SUV, das als nächste Generation konzipiert ist und die Marke zurück in das BEV‑Segment führt.
Das Fahrzeug kombiniert ein selbstbewusstes, futuristisches Design mit der bekannten „Dynamic Shield“-Signatur und legt den Fokus auf Raumkomfort, Alltagstauglichkeit und moderne Konnektivität. Technisch bietet der Eclipse Cross eine Langstreckenversion mit einer 87‑kWh‑Batterie (bis zu 627 km WLTP) sowie eine mittlere Batterievariante, die später folgt; der Elektromotor leistet 160 kW (218 PS) bei 300 Nm, Rekuperationsstufen und Ladeoptionen bis 11/22 kW AC sowie bis zu 150 kW DC sind vorgesehen. Zugleich integriert Mitsubishi aktuelle Fahrerassistenzsysteme und Google‑Built‑in‑Funktionen, womit das Modell als family‑orientiertes, alltagstaugliches Elektro‑SUV im Kompaktsegment positioniert ist.
2025 Mitsubishi Eclipse Cross: Bildergalerie: Exterieur, Innenraum und Details
Silbergrauer Mitsubishi Eclipse Cross 2025 seitlich von vorn auf einer Terrasse am See.
Silbergrauer Mitsubishi Eclipse Cross 2025 im Seitenprofil vor See und Berglandschaft.
Silbergrauer Mitsubishi Eclipse Cross 2025 seitlich von vorn in Fahrt auf einer Stadtstrasse.
Silbergrauer Mitsubishi Eclipse Cross 2025 von hinten seitlich auf einer Terrasse am See.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 Cockpit mit digitalem Fahrerdisplay, Hochformatdisplay und Sport-Modus.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 von hinten seitlich vor einer Garage mit angeschlossenem Ladekabel.
Silbergrauer Mitsubishi Eclipse Cross 2025 seitlich von vorn in Fahrt auf einer Kuestenstrasse.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 Ladeanschluss mit eingestecktem Ladekabel, EV Badge und Vorderrad.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 Cockpit von hinten mit digitalem Fahrerdisplay und Hochformatdisplay.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 Innenraum mit schwarzen Vordersitzen, Rautensteppung und Mittelkonsole.
Mitsubishi Eclipse Cross 2025 Rueckbank mit schwarzen Sitzen, Rautensteppung und drei Kopfstuetzen.
Warum der Mitsubishi Eclipse Cross für Mitsubishi in Europa wichtig ist
Der neue Mitsubishi Eclipse Cross ist kein gewöhnlicher Modellwechsel. Er markiert Mitsubishis Rückkehr in ein europäisches Elektro-SUV-Segment, in dem die Marke lange erstaunlich leise war, obwohl sie mit i-MiEV und Outlander PHEV früh wichtige Elektromodelle im Programm hatte. Der neue Eclipse Cross ist deshalb weniger ein technischer Alleingang aus Japan, sondern ein europäisch gedachtes Allianzprodukt: gebaut in Renaults ElectriCity-Werk in Douai, auf einer Renault-/CMF-EV-Basis und eng verwandt mit dem Renault Scenic E-Tech Electric.
Genau das macht ihn spannend und zugleich diskutierbar. Technisch bekommt Mitsubishi mit einem Schlag eine moderne Elektroplattform, großen Akku, Google-basierte Software, gute Assistenzsysteme und ein familientaugliches SUV-Package. Gleichzeitig ist der Eclipse Cross sichtbar und technisch stark vom Renault Scenic geprägt. Die eigentliche Frage lautet daher nicht nur, wie weit er fährt oder wie schnell er lädt, sondern ob Mitsubishi aus dieser Allianztechnik genug eigene Identität macht.
Allianzplattform: bewährte Renault-Technik unter Mitsubishi-Logo
Der elektrische Eclipse Cross entsteht im Rahmen einer OEM-Vereinbarung mit Renault. Mitsubishi nutzt damit die technische Basis des Scenic E-Tech Electric, die aus dem CMF-EV- beziehungsweise AmpR-Medium-Umfeld der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz stammt. Für Kunden ist das zunächst ein Vorteil: Statt eine kleine eigene Elektroplattform mit begrenztem Volumen zu entwickeln, greift Mitsubishi auf ein bereits erprobtes europäisches Elektro-SUV zurück. Produktion, Batterieintegration, Softwarearchitektur und Ladehardware kommen aus einem System, das für den europäischen Markt ausgelegt wurde.
Diese Lösung hat aber eine klare Kehrseite. Der Eclipse Cross ist technisch kein komplett eigenständiger Mitsubishi. Viele Medien sprechen deshalb offen von einem Renault Scenic mit Mitsubishi-Gesicht. Das ist nicht automatisch schlecht, aber es verändert die Erwartung: Wer klassische Mitsubishi-Technik wie Super-All Wheel Control, robuste Offroad-Anmutung oder eigenständige Plug-in-Hybrid-Kompetenz sucht, findet hier eher ein modernes Familien-EV aus der Allianz. Mitsubishi muss also über Design, Ausstattung, Garantie, Händlernetz und Markenvertrauen erklären, warum dieses Auto mehr ist als ein Rebadge.
87-kWh-Batterie: große Reichweite als stärkstes Argument
Zum Marktstart setzt der Eclipse Cross auf die große Batterievariante mit 87 kWh Bruttokapazität. Mitsubishi nennt eine Reichweite um 600 Kilometer nach WLTP, in Deutschland werden je nach Ausstattung sogar höhere Werte kommuniziert. Entscheidend ist aber nicht nur der Zahlenwert, sondern die Rolle dieser Batterie im Modell. Der Eclipse Cross soll nicht als günstiger Kurzstrecken-Stromer starten, sondern als vollwertiges Familien-SUV, das Pendeln, Wochenendausflüge und Urlaubsfahrten ohne ständige Ladeplanung abdecken kann.
Das passt zur Scenic-Basis. Der große Akku macht den Eclipse Cross attraktiver als viele kompakte Elektro-SUVs mit kleineren Batterien, gleichzeitig bleibt er bei Ladeleistung und Plattformspannung eher im vernünftigen Bereich. Er ist kein 800-Volt-Technikträger und kein Performance-SUV, sondern ein Reichweiten- und Komfortangebot. Für Mitsubishi ist das sinnvoll: Die Marke braucht in Europa kein elektrisches Schaufenstermodell, sondern ein glaubwürdiges Volumen-SUV, das die größten Alltagssorgen vieler Käufer reduziert.
Laden: 22-kW-AC als europäischer Alltagsvorteil
Beim Laden fällt ein Detail auf, das im Alltag wichtiger sein kann als eine spektakuläre DC-Spitze: Der Eclipse Cross unterstützt bis zu 22 kW AC, je nach Ausstattung beziehungsweise Option. In vielen europäischen Märkten mit gut ausgebauten dreiphasigen AC-Ladepunkten ist das ein echter Vorteil. Wer beim Einkaufen, am Arbeitsplatz oder in der Stadt lädt, kann mit 22 kW deutlich mehr Energie nachladen als mit den üblichen 11 kW vieler Konkurrenten.
Am Schnelllader liegt die maximale DC-Leistung bei bis zu 150 kW. Das ist solide, aber nicht führend. Die Einordnung ist deshalb wichtig: Der Eclipse Cross kompensiert fehlende 800-Volt-Showtechnik teilweise über einen großen Akku und gute AC-Fähigkeit. Für viele Fahrer ergibt das ein stimmiges Ladeprofil: seltenere Stopps durch große Batterie, ordentliche DC-Ladepausen auf Langstrecke und spürbare Vorteile an städtischen AC-Ladepunkten. Wer dagegen sehr häufig lange Autobahnetappen mit kurzen HPC-Stopps fährt, findet bei 800-Volt-Modellen schnellere Ladefenster.
Antrieb und Rekuperation: eher souverän als sportlich
Der Eclipse Cross startet mit einem 160-kW-Antrieb und 300 Nm Drehmoment. Wichtiger als die nackte Leistung ist die Auslegung: Der Antrieb ist auf ruhiges, direktes und berechenbares Fahren ausgelegt. Im Stadtverkehr liefert der Elektromotor sofortiges Drehmoment, auf Landstraße und Autobahn soll er eher souverän als aggressiv wirken. Das passt zum Konzept eines kompakten Familien-SUVs, das komfortabel und leise reisen soll.
Interessant sind die Rekuperationsfunktionen. Mitsubishi bietet vier über Schaltwippen wählbare Rekuperationsstufen und zusätzlich eine One-Pedal-Funktion, mit der das Auto im Stadtverkehr bis zum Stillstand verzögern kann. Diese Kombination ist praxisnah: Wer gerne segelt oder auf der Autobahn ruhig rollen lässt, kann eine mildere Stufe wählen; wer im Stadtverkehr möglichst wenig bremsen möchte, nutzt One-Pedal. Technisch zeigt das, wie stark moderne Elektroautos über Software und Bedienlogik geprägt werden. Rekuperation ist nicht nur Energierückgewinnung, sondern auch ein Teil des Fahrgefühls.
Design: Dynamic Shield auf Renault-Proportionen
Optisch versucht Mitsubishi, die Renault-Basis stärker an die eigene Marke zu binden. Die Front übernimmt das Dynamic-Shield-Motiv, dazu kommen eine dreidimensionale Gitterstruktur, robuste Lichtgrafik und am Heck das Hexagonal-Stability-Thema. Mitsubishi spricht von Smart Armor: Das Auto soll modern wirken, aber nicht weich oder beliebig. Diese Gestaltung ist wichtig, weil die Proportionen und die Grundform für Kenner nah am Scenic bleiben.
Die Reaktionen fallen entsprechend gemischt aus. Einige sehen den Eclipse Cross als gelungenen Weg, Allianztechnik mit Mitsubishi-Gesicht anzubieten. Andere kritisieren, dass die Verwandtschaft zum Renault zu offensichtlich bleibt. Beides stimmt ein Stück weit. Mitsubishi hat Front, Heck, Lichtsignatur und Details verändert, aber keine völlig neue Karosserie geschaffen. Der Eclipse Cross ist daher eher ein Marken-Übersetzer als ein eigenständiges Designprojekt. Für Käufer kann das trotzdem reichen, wenn Ausstattung, Preis, Garantie und Händlerbetreuung passen.
Innenraum: Google-System und elektrochromes Dach statt Mitsubishi-Nostalgie
Im Innenraum setzt der Eclipse Cross auf eine moderne, stark digitalisierte Lösung. Das vertikale 12,3-Zoll-Infotainmentsystem mit Google built-in bringt Google Maps, Google Assistant und Apps aus Google Play direkt ins Fahrzeug. Für ein Elektroauto ist das besonders relevant, weil Navigation, Ladeplanung und Sprachbedienung eng zusammenhängen. Wenn die Ladepunkte sauber in die Route eingebunden werden, wirkt ein Elektro-SUV im Alltag deutlich weniger erklärungsbedürftig.
Hinzu kommen Komfortdetails wie ein Harman-Kardon-System, 48-farbige Ambientebeleuchtung und ein elektrochromes Panoramadach, das zwischen transparenten und getönten Zuständen wechseln kann. Gerade dieses Dach ist mehr als Show: Es reduziert Blendung und Wärme ohne mechanische Sonnenblende und passt gut zu einem leisen Elektro-SUV, das über Wohlfühlkomfort verkauft wird. Gleichzeitig ist der Innenraum kein nostalgischer Mitsubishi-Ort. Wer viele eigene Mitsubishi-Bedienelemente erwartet, erkennt auch hier die Renault-Verwandtschaft.
Software und Updates: FOTA macht den Eclipse Cross zeitgemäßer
Mitsubishi stattet den neuen Eclipse Cross mit Firmware-Over-The-Air-Updates aus. Das ist für die Marke ein wichtiger Schritt, weil moderne Elektroautos nicht nur durch Hardware reifen. Ladeplanung, Infotainment, Assistenzsysteme und kleinere Komfortfunktionen können über Software verbessert werden. Gerade bei einem Allianzfahrzeug ist diese Updatefähigkeit wichtig, denn sie entscheidet mit darüber, ob der Eclipse Cross in einigen Jahren noch aktuell wirkt oder wie ein schnell umgelabeltes Modell altert.
Auch die Smartphone-App spielt eine größere Rolle als bei klassischen Mitsubishi-Modellen. Laden, Verriegelung, Fahrzeugstatus und Standortabfrage lassen sich aus der Ferne nutzen. Das klingt heute selbstverständlich, ist aber ein Teil des Elektroauto-Alltags. Wer ein Fahrzeug zu Hause lädt, will Ladezustand, Klimatisierung und Abfahrtszeit kontrollieren können. Der Eclipse Cross muss hier nicht innovativer sein als Tesla oder BMW, aber er muss zuverlässig und verständlich sein. Genau diese Basis liefert die Renault-Technik.
Assistenzsysteme: europäischer Sicherheitsstandard statt Offroad-DNA
Der Eclipse Cross bringt bis zu 20 Assistenzsysteme mit, darunter adaptiven Tempomat, Spurzentrierung, Around View Monitor, Notbremsfunktionen, Rear Cross Traffic Alert und MI-PILOT für Autobahnunterstützung. Das zeigt, wohin Mitsubishi das Modell positioniert: nicht als robusten Abenteuer-SUV, sondern als sicheres, komfortables Familienauto für europäische Straßen. Sensorik, Radar, Kameras und Ultraschallsensoren bilden die Grundlage für ein breites Sicherheitsnetz im Alltag.
Das ist eine andere Art von Mitsubishi-Kompetenz als beim Outlander PHEV oder Pajero-Erbe. Statt Traktion im Gelände steht hier Assistenz im Pendel- und Reiseverkehr im Vordergrund. Für viele Käufer ist das realistischer: Stau, Parkhaus, Autobahn und Stadtverkehr sind häufiger als Schotterpisten. Kritisch bleibt, wie harmonisch diese Systeme im Alltag arbeiten. Die Hardwareliste ist stark, aber Vertrauen entsteht erst, wenn Spurführung, Abstandshaltung und Warnungen nicht nervös wirken.
Stimmen und Kritik: gutes Elektro-SUV, aber wenig Geheimnis
Die internationale Einordnung ist ziemlich eindeutig: Der neue Eclipse Cross ist technisch nah am Renault Scenic E-Tech Electric. ADAC und mehrere internationale Medien stellen diese Renault-DNA offen in den Mittelpunkt. Das ist die wichtigste Kritik und zugleich der wichtigste Vorteil. Mitsubishi bekommt ein modernes Elektro-SUV ohne lange Entwicklungsverzögerung; Kunden bekommen ein Auto mit erprobter Basis. Die Eigenständigkeit fällt dafür begrenzt aus.
Für den Markt kann das trotzdem funktionieren. Nicht jeder Käufer bewertet Plattformherkunft emotional. Viele wollen Reichweite, Platz, Sicherheit, gutes Infotainment und einen Händler, dem sie vertrauen. Wenn Mitsubishi den Eclipse Cross preislich und ausstattungsseitig sauber positioniert, kann er genau diese rationalen Käufer erreichen. Schwierig wird es dort, wo Kunden ein unverwechselbares Mitsubishi-Erlebnis erwarten. Dann wirkt der Eclipse Cross eher wie eine schnelle Allianzlösung als wie ein neues Kapitel japanischer Elektro-SUV-Entwicklung.
Einordnung der Variante: große Batterie zuerst, kleinere Version später
In der Übersicht ist aktuell der Eclipse Cross mit 87-kWh-Batterie gelistet. Das passt zum Marktstart, denn Mitsubishi beginnt mit der reichweitenstarken Version. Eine mittlere Batterievariante ist für 2026 angekündigt und dürfte den Einstieg alltagstauglicher und preislich zugänglicher machen. Damit folgt Mitsubishi einer sinnvollen Logik: Erst das stärkere Reichweitenargument setzen, danach die volumenfähigere Version nachreichen.
Die Detailwerte zu Reichweite, Preis und technischen Daten findest du wie gewohnt in der verlinkten Datenblatt-Seite. Der größere Zusammenhang ist: Der Mitsubishi Eclipse Cross ist kein technischer Solist, sondern ein Allianz-Elektro-SUV mit bewährter Renault-Basis und Mitsubishi-Design. Seine Stärke liegt in Reichweite, Komfort, AC-Ladefähigkeit, Software und Sicherheitsausstattung. Seine Schwäche ist die begrenzte Eigenständigkeit. Genau diese Mischung macht ihn für Mitsubishis Europa-Comeback im Elektrosegment so interessant.
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