Für das Modelljahr 2026 präsentiert Mercedes‑AMG mit dem AMG GT 4‑Türer Coupé ein komplett neues, vollelektrisches Fließheck-Modell, das die Performance‑Submarke erstmals auf eine eigene Hochleistungs‑EV‑Architektur stellt. Das Viertürer‑Coupé basiert auf der AMG.EA‑Plattform und nutzt in Serie Axial‑Fluss‑Motoren; drei Motoren (zwei hinten, einer vorn) sorgen für Allradantrieb und hohe Leistungswerte. Das Batteriepaket arbeitet mit 800‑Volt‑Technik, einer Nettokapazität von 106 kWh und direkt gekühlten Rundzellen; Mercedes‑AMG nennt WLTP‑Reichweiten von rund 597–700 km sowie DC‑Ladeleistungen bis zu 600 kW, die sehr kurze Ladezeiten ermöglichen. Zur Auswahl stehen leistungsorientierte Varianten (u. a. GT 55 und GT 63) mit Beschleunigungswerten von etwa 2,1–2,5 s (0–100 km/h). Positioniert im Oberklasse‑Segment kombiniert der AMG GT typische AMG‑Dynamik mit moderner Elektro‑Technik und betont fahrdynamische Features wie aktive Aerodynamik, Hinterachslenkung und Komfort.
2026 Mercedes AMG GT 4-Door Coupé: Bildergalerie: Exterieur, Innenraum und Details
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus vorderer Dreiviertelansicht im dunklen Tunnel.
Nahaufnahme der gelben Front des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit AMG-Grill.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 vor beleuchtetem Modellschriftzug im Tunnel.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 im Seitenprofil in einer dunklen Tunnelkulisse.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus hinterer Dreiviertelansicht im Tunnel.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus weiter Heckperspektive vor Modellschriftzug.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus erhoehter Heckperspektive im Tunnel.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 von hinten schraeg mit leuchtenden Ruecklichtern.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 frontal von hinten im dunklen Tunnel.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus der Draufsicht auf Front und Motorhaube.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus erhoehter vorderer Perspektive im Tunnel.
Detailaufnahme am gelben Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit schwarzem Vorderrad.
Geoeffneter Frunk des gelben Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026.
Geoeffneter Kofferraum des gelben Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 von oben.
Cockpit des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit AMG-Lenkrad, Display und Carbon-Mittelkonsole.
Frontaler Blick ins Cockpit des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026.
AMG-Drehregler auf der Carbon-Mittelkonsole des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026.
AMG-Lenkrad des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roten Bedienelementen im Detail.
Carbon-Mittelkonsole des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit AMG-Reglern und Getraenkehaltern.
Cockpit des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus seitlicher Perspektive mit Lenkrad und Display.
Rundes Lautsprecherdetail im Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit gelber Ziernaht.
Turbinenfoermige Luftduese im Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit gelben Akzenten.
Rueckbank des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit schwarzen Sportsitzen.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus vorderer Dreiviertelansicht in Fahrt auf einer Rennstrecke.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 frontal in schneller Fahrt auf der Rennstrecke.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus seitlicher Perspektive in Fahrt auf der Rennstrecke.
Gelber Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus hinterer Dreiviertelansicht in Fahrt.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus vorderer Dreiviertelansicht im Tunnel.
Nahaufnahme der weissen Front des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit AMG-Grill.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 vor beleuchtetem Modellschriftzug im Tunnel.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 im Seitenprofil in einer dunklen Tunnelkulisse.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus hinterer Dreiviertelansicht im Tunnel.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus erhoehter Heckperspektive mit leuchtenden Ruecklichtern.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 von hinten schraeg im dunklen Tunnel.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 frontal von hinten im dunklen Tunnel.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus der Draufsicht auf Front und Motorhaube.
Weisser Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus vorderer Dreiviertelansicht vor rotem Modellschriftzug.
Detailaufnahme am weissen Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit schwarzem Vorderrad.
AMG-Lenkrad des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roten Akzenten und digitalen Instrumenten.
Cockpit des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roter Ambientebeleuchtung.
AMG-Drehregler auf der Carbon-Mittelkonsole des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roten Akzenten.
Sportsitze des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 unter Panoramadach mit roter Ambientebeleuchtung.
Cockpit des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 aus Fondperspektive mit roter Lichtlinie.
Mittelkonsole des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit AMG-Reglern und breitem Display.
Rundes Lautsprecherdetail im Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roter Ziernaht.
Turbinenfoermige Luftduese im Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit roten Lichtakzenten.
Rueckbank des Mercedes-AMG GT 4-Door Coupe 2026 mit schwarzen und roten Sportsitzen.
Warum dieser elektrische AMG wichtig ist
Der neue Mercedes-AMG GT 4-Door Coupé ist für AMG mehr als ein Modellwechsel. Mit ihm wechselt der viertürige Performance-GT von der V8-Ära auf eine eigens entwickelte Elektroarchitektur, ohne dabei in die Rolle eines normalen Luxus-Elektroautos zu rutschen. Spannend ist deshalb nicht nur, wie stark der GT 55 oder GT 63 ausfällt, sondern wie AMG die bekannten Themen der Marke technisch neu sortiert: Leistungsdichte, thermische Stabilität, Traktion, Aero-Balance und das bewusst inszenierte Fahrerlebnis.
AMG.EA: eine eigene Plattform statt elektrifizierter Kompromiss
Die neue AMG.EA-Architektur ist der eigentliche Kern des Modells. Anders als bei vielen frühen Performance-Elektroautos wirkt der GT 4-Door nicht wie eine schwere Batterieplattform, der nachträglich Sportlichkeit beigebracht wurde. AMG nutzt eine flache, steife Grundstruktur mit Batterie im Unterboden, hält die Karosserie aber trotz Akku niedriger als beim Vorgänger und schafft über sogenannte Foot-Garage-Bereiche mehr Sitz- und Packaging-Freiheit. Das ist wichtig, weil ein elektrischer GT sonst schnell an zwei Stellen verliert: bei der niedrigen Sitzposition, die man von einem AMG erwartet, und bei den Proportionen, die einen Gran Turismo von einer hohen Elektro-Limousine unterscheiden.
Auch die Einordnung in den Markt verändert sich dadurch. Der Vorgänger war ein extrem schneller Verbrenner-Gran-Turismo mit Nähe zu Coupé und Limousine. Der neue GT tritt eher gegen Porsche Taycan, Audi e-tron GT, künftige elektrische Sport-GTs aus China und perspektivisch Ferrari an. Genau hier liegt der Anspruch: AMG will nicht nur zeigen, dass ein Elektroauto sehr schnell sein kann, sondern dass die Marke ihre eigene technische Handschrift in die Elektroklasse übertragen kann.
Axialflussmotoren: warum die Bauart mehr bedeutet als nur mehr Leistung
AMG setzt im GT 4-Door auf drei Axialflussmotoren, zwei an der Hinterachse und einen vorn. Entscheidend ist aber nicht die reine Anzahl der Motoren, sondern deren Bauform. Bei einem Axialflussmotor verläuft der magnetische Fluss parallel zur Drehachse; Rotor und Stator sind flach wie Scheiben angeordnet. Dadurch entstehen sehr kompakte Aggregate mit hoher Leistungsdichte. Mercedes-AMG nennt für die Motoren nur wenige Zentimeter Baubreite, was im Auto gleich mehrere Vorteile bringt: mehr Freiheit für Achskinematik und Crashstruktur, weniger Gewicht im Antriebsmodul und eine sehr direkte Leistungsbereitstellung.
Besonders interessant ist die Hinterachse. Dort sitzen zwei Motoren in einer High Performance Electric Drive Unit mit Planetengetrieben, Öl-Kühlung und wassergekühlten Siliziumkarbid-Invertern. Das klingt technisch trocken, erklärt aber den Charakter des Autos: Die Leistung kann sehr schnell, sehr fein und zwischen links/rechts bzw. vorne/hinten variabel verteilt werden. Der Frontmotor dient nicht dauerhaft als simpler Mitläufer, sondern kann je nach Traktions- und Leistungsbedarf zugeschaltet werden. So entsteht ein variabler Allradantrieb, der nicht nur Beschleunigung liefert, sondern Kurvenverhalten, Stabilität und Schlupf aktiv prägt.
Batterie und Laden: Performance entsteht im Thermomanagement
Der wichtigste Fortschritt gegenüber vielen bisherigen Performance-EVs steckt in der AMG High Performance Electric Battery. Mercedes-AMG kombiniert eine 800-Volt-Architektur mit neu entwickelten zylindrischen Zellen, einer NCMA-Kathode, siliziumhaltiger Anode, Aluminiumgehäusen und Full-Tab-Aufbau. Diese Details sind relevant, weil sie den Innenwiderstand senken und Wärme schneller aus der Zelle führen. Je weniger Wärme im Zellkern stehen bleibt, desto länger kann das System hohe Entlade- und Ladeleistungen abrufen, ohne früh zu drosseln.
Noch wichtiger ist die Direktkühlung. Die 2.660 Rundzellen sitzen in 18 Modulen und werden von einem elektrisch nicht leitenden Öl umströmt. Das ist ein anderer Ansatz als klassische Kühlplatten unter oder zwischen Zellgruppen. AMG versucht damit, die Temperatur jeder einzelnen Zelle enger im optimalen Fenster zu halten. Für den Fahrer bedeutet das nicht einfach „schnelles Laden“, sondern vor allem Wiederholbarkeit: starke Beschleunigung, hohe Rekuperation, zügige Schnellladung und erneute Leistungsabgabe sollen näher beieinander liegen. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Elektroauto mit beeindruckendem Peak-Wert und einem echten Performance-GT, der auch nach mehreren Belastungen noch wach bleibt.
Die hohe Ladeleistung ist deshalb nicht nur eine Zahl für die Ladesäule. Sie ist ein Hinweis darauf, wie konsequent AMG die Batterie auf hohe Stromflüsse ausgelegt hat. Gleichzeitig bleibt das System pragmatisch: Der GT kann an schwächerer Infrastruktur auch mit 400 Volt laden und ist für mehrere internationale Schnelllade-Standards vorbereitet. Das passt zu einem Gran Turismo, der nicht nur auf einer idealen 600-kW-Säule funktionieren darf.
Fahrdynamik: Software ersetzt nicht die Hardware, sie nutzt sie aus
AMG verbindet die neue Antriebstechnik mit einem sehr breiten Fahrdynamik-System. Der AMG Race Engineer, die Response-Control- und Agility-Control-Logik sowie eine neunstufige Traktionskontrolle greifen auf Hardware zurück, die dafür geeignet ist: drei schnell regelbare Motoren, aktive Hinterachslenkung, mehrlenkige Achsen und AMG Active Ride Control mit semiaktiver Wankstabilisierung. Das Ziel ist nicht nur mehr Grip, sondern ein veränderbares Eigenlenkverhalten. Je nach Einstellung kann sich der GT stabiler, neutraler oder heckbetonter anfühlen.
Auch das Fahrwerk ist nicht nur Komfortausstattung. Die Luftfederung arbeitet mit hydraulisch vernetzten Dämpferelementen statt klassischen Stabilisatoren. Gerade bei einem schweren Elektro-GT ist das wichtig, weil Rollbewegungen und Radlastverteilung direkten Einfluss darauf haben, wie gut die Reifen die enorme Antriebsleistung aufbauen können. Die Hinterachslenkung mit bis zu sechs Grad Lenkwinkel verkürzt bei niedrigen Geschwindigkeiten virtuell den Radstand und stabilisiert bei höherem Tempo. Damit versucht AMG, zwei widersprüchliche GT-Anforderungen zusammenzubringen: handlich in engen Kurven, ruhig bei sehr hohem Tempo.
Aerodynamik und Bremsen: Kontrolle bei Tempo statt reine Show
Die aktive Aerodynamik ist beim neuen GT 4-Door ungewöhnlich umfangreich. Zwei absenkbare Venturi-Elemente im Unterboden erzeugen bei höherem Tempo Unterdruck, der das Auto stärker auf die Straße zieht. Dazu kommen ein aktiver Heckspoiler, ein aktiver Heckdiffusor und Airpanel-Luftklappen an Front- und Bremskühlöffnungen. Diese Bauteile arbeiten nicht nur für einen niedrigen Verbrauch, sondern für Aero-Balance: Wenn Front- und Hinterachse bei hohem Tempo unterschiedlich viel Auftrieb oder Abtrieb bekommen, verändert sich das Vertrauen ins Auto. Genau hier will AMG den GT stabil halten, ohne permanent mit offenem Kühl- und Aero-Setup Reichweite zu verschenken.
Beim Bremsen zeigt sich ein ähnlicher Gedanke. Der GT kombiniert Rekuperation mit einer hydraulischen Verbundbremse, vorne Carbon-Keramik und hinten Stahl. Für die Praxis ist das Pedalgefühl entscheidend: Ein Performance-Elektroauto darf beim Übergang zwischen Reku und Reibbremse nicht künstlich oder wechselhaft wirken. AMG verspricht deshalb ein konstantes, gut dosierbares Pedalgefühl, unabhängig davon, ob gerade Energie zurückgewonnen, mechanisch verzögert oder beides kombiniert wird.
Emotion, Kritik und Varianten: AMG bleibt bewusst laut
Die ersten internationalen Reaktionen zeigen zwei Linien. Technisch wird der GT 4-Door vor allem als ernsthafte Ansage für elektrische Performance wahrgenommen, weil AMG nicht nur Leistung drauflegt, sondern Motoren, Batterie und Thermomanagement neu entwickelt. Gleichzeitig polarisiert das Auto stark: Das sehr präsente Frontdesign, die Lichtsignaturen, das digitale Cockpit und der synthetische V8-Erlebnismodus wirken bewusst extrovertiert. Einige Stimmen sehen darin genau die nötige AMG-Theatralik, andere empfinden es als zu viel Inszenierung für ein Elektroauto.
Gerade diese Spannung macht das Modell interessant. AMG versucht nicht, den Elektro-GT leise und minimalistisch zu machen, sondern übersetzt alte Markenreize in neue Technik: Soundinszenierung, simulierte Schaltmomente, extrem direkte Gasannahme und ein sehr breites Setup für Traktion und Agilität. Der GT 55 4MATIC+ wirkt dabei als zugänglichere, aber technisch nahezu gleich aufgebaute Variante. Der GT 63 4MATIC+ übernimmt die Rolle des maximalen Statements. Die Detailwerte, Preise und Datenblattunterschiede findest du wie gewohnt in den verlinkten technischen Daten der beiden Varianten.
Unterm Strich ist der neue Mercedes-AMG GT 4-Door Coupé nicht nur ein weiterer schneller Elektro-Mercedes. Er ist der erste große Test, ob AMG im Elektrozeitalter mehr liefern kann als Beschleunigungszahlen: eine eigene Plattform, echte Dauerleistungs-Strategie, hochentwickeltes Thermomanagement und ein Fahrerlebnis, das bewusst emotional bleibt.
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