
Allrounder
48
Die Variante 48 ist ab 38.340 € der Einstieg in die aktuelle Modellfamilie. Dazu kommen Frontantrieb, 48,6 kWh netto, bis zu 75 kW DC.
FirstEV Modellübersicht
Beim zweiten Kona Elektro kehrte Hyundai 2023 die übliche Entwicklungsreihenfolge um: Zuerst entstand die elektrische Variante, erst danach wurden Hybrid und Verbrenner daraus abgeleitet. Diese EV-first-Idee zeigt sich vor allem im längeren Radstand, dem deutlich größeren Innenraum, einem kleinen Frunk und Vehicle-to-Load. Trotzdem bleibt der Kona technisch ein kompakter 400-Volt-SUV und kein verkleinerter IONIQ 5. Zwei Batteriegrößen um 49 und 65 kWh decken Stadt- und Langstreckenbedarf ab, während Frontantrieb und überschaubare Außenmaße seine Rolle als alltagstauglicher Einstieg festigen. So verbindet die zweite Generation klassische Kona-Handlichkeit mit sichtbar besser genutzter Elektroarchitektur.
Markteinordnung
Der Hyundai Kona Elektro empfiehlt sich als kompaktes Elektro-SUV für kleine Familien, die ein handliches Alltagsauto mit gut nutzbarem Innenraum suchen. Sein geräumiger Fond und die separat umklappbare Mitte der Rücksitzlehne erleichtern es, Mitfahrer und längeres Gepäck gleichzeitig unterzubringen. Das passt zu Pendelwegen und Familienausflügen, besonders wenn regelmäßig zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann. Der entscheidende Kompromiss liegt auf längeren Autobahnreisen: Auch mit der großen Batterie verlangen die Schnellladestopps mehr Zeit, als Fahrer mit engem Reiseplan möglicherweise einplanen möchten.
Schnelle Entscheidung
Die sinnvollste Wahl hängt weniger von der Maximalleistung als von Karosserie, Antrieb und Einsatzprofil ab.

Allrounder
SUV · Baureihe SX2
Die Variante 48 ist ab 38.340 € der Einstieg in die aktuelle Modellfamilie. Dazu kommen Frontantrieb, 48,6 kWh netto, bis zu 75 kW DC.

Reichweite · Performance
SUV · Baureihe SX2
Mit bis zu 440 km WLTP bietet sie die größte Normreichweite der Modellfamilie. Die Leistungsspitze markiert diese Variante mit 204 PS und 8,1 s von 0 auf 100 km/h. Dazu kommen Frontantrieb, 64,8 kWh netto, bis zu 94 kW DC.
Direktvergleich
Herstellerangaben und gepflegte FirstEV-Daten; Preis jeweils ohne individuelle Sonderausstattung.
| Variante | Preis | WLTP | Batterie | Leistung | 0–100 km/h | DC | Kofferraum | Antrieb |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 48SX2 | 38.340 € | 380 km | – | 99 kW / 135 PS | 9,9 s | 75 kW | 466–1.300 l | Front |
| 64SX2 | 41.340 € | 440 km | – | 150 kW / 204 PS | 8,1 s | 94 kW | 466–1.300 l | Front |
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Hier findest du Fotos des 2023 Hyundai Kona Elektro mit Außenansicht, Innenraum, Cockpit, Kofferraum und Detailaufnahmen.
Hyundai Kona Elektro 2023 an Ladesaeule
Hyundai Kona Elektro 2023 seitlich im Studio
Hyundai Kona Elektro 2023 frontal am Wasser
Hyundai Kona Elektro 2023 von hinten
Hyundai Kona Elektro 2023 vor moderner Architektur
Hyundai Kona Elektro 2023 vor Backsteinfassade
Hyundai Kona Elektro 2023 auf Stadtstrasse
Hyundai Kona Elektro 2023 Cockpit in Hellgrau
Hyundai Kona Elektro 2023 Cockpit bei Nacht
Hyundai Kona Elektro 2023 Rueckbank
Quelle: HyundaiHyundai
Ausführliche Einordnung
Technik, Fahrcharakter, Alltag, Kritik und die Rolle der einzelnen Varianten.
Der Hyundai Kona Elektro gehört zu den Elektroautos, die früh gezeigt haben, dass ein relativ kleines SUV mit Batterieantrieb alltagstaugliche Reichweite bieten kann. Die zweite Generation verschiebt diese Rolle deutlich: Der Kona ist größer, digitaler und stärker als Familienauto ausgelegt, bleibt aber unterhalb der IONIQ-Modelle positioniert. Genau daraus entsteht sein technischer Charakter. Er soll nicht die 800-Volt-Show eines IONIQ 5 oder IONIQ 6 liefern, sondern ein kompakteres, bezahlbareres Elektro-SUV mit viel Nutzwert und guter Effizienz sein.
Die aktuelle Baureihe trennt klar zwischen der kleineren 48,6-kWh-Version und der größeren 64,8-kWh-Version. Beide fahren mit Frontantrieb, beide nutzen Vehicle-to-Load, und beide bleiben bewusst auf Alltag statt Performance ausgelegt. Der Kona Elektro ist damit weniger ein Technik-Leuchtturm als ein gereiftes Volumenmodell: wichtig für Pendler, kleine Familien und Fahrer, die Elektroantrieb in einem kompakten SUV-Format suchen, ohne direkt in eine größere und teurere E-GMP-Klasse zu wechseln.
Die erste Kona-Elektro-Generation war technisch vor allem wegen ihrer Reichweite stark. In einem kleinen SUV-Format bot sie bereits früh Batteriekapazitäten, die viele Wettbewerber erst später erreichten. Die zweite Generation ist anders angelegt. Hyundai hat das Fahrzeug nicht nur elektrifiziert, sondern das gesamte Kona-Programm stärker vom Elektroauto her gedacht. Die elektrische Version prägt Design, Packaging und Innenraumarchitektur, während Verbrenner- und Hybridvarianten davon ableiten.
Das merkt man am Format. Der aktuelle Kona Elektro ist länger, breiter und nutzbarer geworden. Der Radstand liegt bei 2.660 mm, der Kofferraum wächst auf 466 Liter und bis zu 1.300 Liter Ladevolumen. Das ist für ein Kompakt-SUV entscheidend, weil der alte Kona trotz guter Reichweite immer ein eher enges Auto blieb. Die zweite Generation bewegt sich näher an die Familienrolle heran, ohne in die Größe eines IONIQ 5 zu wachsen.
Technisch bleibt der Kona Elektro beim Frontantrieb. Die kleinere Variante nutzt 48,6 kWh und 99 kW, die größere 64,8-kWh-Version kommt auf 150 kW. Interessant ist dabei nicht nur die Leistung, sondern die veränderte Abstimmung gegenüber der ersten Generation. Frühere Kona-Modelle hatten sehr hohes Drehmoment an der Vorderachse und konnten bei Nässe schnell an Traktionsgrenzen kommen. Die neuere Generation wirkt glatter und kontrollierter, weil Hyundai die Leistungsentfaltung erwachsener auslegt.
Die größere Batterie bleibt die zentrale Langstreckenoption. Sie erreicht 440 km WLTP-Reichweite und passt besser zum Anspruch eines vollwertigen Alltagsautos. Die kleinere Batterie ist günstiger und leichter, bleibt aber eher für Pendelstrecken, Stadtverkehr und planbare Wochenendfahrten geeignet. Beide Varianten zeigen die gleiche Grundidee: Der Kona Elektro soll nicht über maximale Beschleunigung verkaufen, sondern über eine vernünftige Balance aus Preis, Reichweite, Platz und Ausstattung.
Der wichtigste technische Unterschied zu Hyundais IONIQ-Modellen ist die Ladearchitektur. Der Kona Elektro nutzt weiterhin ein 400-Volt-System. Dadurch fehlen die sehr kurzen Ladefenster der 800-Volt-E-GMP-Fahrzeuge, auch wenn die Ladeleistung für die Klasse brauchbar bleibt. In der Praxis bedeutet das: Der Kona ist ein sehr gutes Auto für regelmäßiges AC-Laden zuhause, am Arbeitsplatz oder an der Wallbox, aber kein Schnelllade-Spezialist für extrem kurze Autobahnstops.
Diese Einschränkung wird durch Effizienz und V2L teilweise ausgeglichen. Der Verbrauch liegt in der Datenbasis bei rund 16 kWh/100 km, Vehicle-to-Load erlaubt den Betrieb externer Verbraucher. Für Camping, E-Bikes, kleinere Werkzeuge oder mobile Geräte ist das ein echter Nutzwert. Beim Kauf sollte man trotzdem wissen, dass der Kona Elektro technisch zwischen zwei Welten steht: moderner und vielseitiger als viele klassische Kompakt-SUVs, aber beim Laden nicht auf dem Niveau der größeren Hyundai-Elektroplattform.
Der Innenraum zeigt, wie deutlich Hyundai den Kona in Richtung digitaler Alltagswagen verschoben hat. Zwei 12,3-Zoll-Displays, Over-the-Air-Updates, moderne Assistenzsysteme und ein deutlich aufgeräumteres Cockpit bringen ihn näher an die IONIQ-Familie. Gleichzeitig behält Hyundai viele physische Bedienelemente bei. Das ist im Alltag wichtig, weil Klima, Sitzfunktionen und zentrale Schnellzugriffe nicht vollständig im Touchscreen verschwinden.
Genau diese Mischung wird in Fahrberichten meist positiv gesehen. WIRED lobt den gereifteren Innenraum, die ruhige Fahrt und die praktische Bedienung, kritisiert aber die teils aufdringlichen Warn- und Assistenzhinweise. ADAC sieht den Kona Elektro ebenfalls als geräumiger und alltagstauglicher als seinen Vorgänger, weist aber auf einen höheren Testverbrauch hin als die optimistischen Normwerte vermuten lassen. Das passt zur Einordnung: Der Kona ist technisch reifer geworden, aber nicht frei von den typischen Eigenheiten moderner Assistenz- und Warnton-Logik.
Auf der Straße wirkt der Kona Elektro weniger aggressiv als frühere Versionen. Der Frontantrieb bleibt, aber die Leistungsentfaltung ist gleichmäßiger. Die große Batterieversion beschleunigt mit 150 kW ausreichend kräftig, ohne aus dem kompakten SUV ein sportliches Auto machen zu wollen. Auto Express hebt vor allem Komfort, Ruhe, Platz und Technikpaket hervor; Car and Driver ordnet den Kona Electric als wertstarken EV mit guter Ausstattung, ordentlichem Raumangebot und komfortabler Abstimmung ein.
Die Kritik ist ebenso klar. Rivalen bieten teils stärkere Fahrleistungen, Hinterradantrieb, höhere Ladeleistung oder ein eigenständigeres Elektroplattform-Gefühl. Der Kona Elektro kontert nicht mit maximaler Dynamik, sondern mit Ausgewogenheit. Er fährt leise, unaufgeregt und berechenbar. Wer ein kleines Elektro-SUV als normales Auto nutzen will, bekommt genau diese Qualität. Wer dagegen ein besonders sportliches oder technisch radikales Elektroauto sucht, findet im Hyundai-Portfolio selbst passendere Alternativen.
Der Kona Elektro steht heute in einem deutlich härteren Umfeld als beim Start der ersten Generation. Volvo EX30, Smart #1, Jeep Avenger, Kia EV3, MG4, Peugeot e-2008 und viele weitere Modelle konkurrieren um ähnliche Kunden. Seine Stärke liegt deshalb nicht mehr allein in der Reichweite, sondern im Gesamtpaket: kompakte Abmessungen, mehr Platz als früher, zwei Batteriegrößen, gute Ausstattung, V2L und ein Bedienkonzept, das digital wirkt, aber nicht alles versteckt.
Damit ist der Hyundai Kona Elektro ein typisches Reifeprodukt. Er ist weniger spektakulär als ein IONIQ 5, aber für viele Nutzer leichter passend. Die zweite Generation macht aus dem frühen Reichweiten-Pionier ein erwachsenes Kompakt-SUV, das Elektroantrieb nicht als Experiment, sondern als normalen Familien- und Pendlerantrieb anbietet. Genau diese Normalität ist seine wichtigste technische und marktliche Leistung.
Alternativen
Bis zu vier datenbasiert ausgewählte Modelle aus derselben Fahrzeugklasse und einer vergleichbaren Karosseriefamilie.
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