Welches Elektroauto ist aktuell das stärkste der Welt? Die einfache Antwort lautet: Rimac Nevera R. Spannender ist aber, was direkt dahinter passiert. Denn die Leistungsspitze besteht längst nicht mehr nur aus klassischen Supersportwagen. Inzwischen kämpfen viertürige Luxuslimousinen, chinesische Performance-Modelle, elektrische GTs, SUVs und sogar Pickups um Leistungswerte, die vor wenigen Jahren noch Hypercars vorbehalten waren.
Diese FirstEV-Übersicht sortiert die stärksten E-Autos aus unserer Datenbank nach Leistung in PS. Damit der Einstieg nicht nur eine Zahlenliste bleibt, ordnen wir die wichtigsten Modelle redaktionell ein: zuerst die stärksten Elektroautos der Welt, danach die stärksten deutschen Modelle und anschließend die stärksten Fahrzeuge nach Bauform.
An der Spitze steht die Rimac-Nevera-Familie. Der Nevera R ist mit 2.136 PS in unserer Liste das stärkste Elektroauto und versteht sich weniger als komfortabler Hyper-GT, sondern als schärferes, stärker auf Kurven und Track-Performance ausgelegtes Derivat. Rimac setzt dafür auf mehr Leistung, eine 108-kWh-Batterie, ein aggressiveres Aero-Paket und eine limitierte Produktion. Der normale Nevera bleibt direkt dahinter relevant, weil er die Basis für diesen Technologiesprung gelegt hat: vier Motoren, brutale Beschleunigung und ein Antrieb, der Rimac vom Exoten zum Benchmark der elektrischen Hypercar-Welt gemacht hat.
Direkt hinter Rimac wird die Rangliste besonders interessant. Der Xiaomi SU7 Ultra zeigt, dass ein neuer Hersteller mit Smartphone- und Software-DNA ernsthaft in die Performance-Elite fahren kann. Sein Reiz liegt nicht nur in der Leistung, sondern in der Kombination aus viertüriger Limousine, eigenentwickeltem Tri-Motor-System, Track-Paket und extrem hoher Drehzahl der Xiaomi-HyperEngine-Motoren. Der Zeekr 001 FR wiederum ist der ungewöhnliche Konter aus dem Fließheck-Segment: vier Motoren, sehr viel Leistung und ein praktischerer Karosserieansatz als bei klassischen Supersportwagen.
Der Lucid Air Sapphire rundet die internationale Spitze ab. Er ist kein radikaler Zweisitzer, sondern eine luxuriöse Performance-Limousine mit drei Motoren, hoher Reichweite und eigenem Track-Modus. Gerade das macht ihn redaktionell spannend: Lucid verkauft nicht nur Beschleunigung, sondern den Versuch, Luxus, Effizienz und Supersportwagenwerte in einem alltagstauglichen Stufenheck zu vereinen.
Aus deutscher Sicht ist der Mercedes AMG GT 4-Door Coupé 63 4MATIC+ der wichtigste Neuzugang. Mit 1.169 PS liegt er in unserer Gesamtliste aktuell auf Platz 6 und ist damit knapp hinter der internationalen Topgruppe. Besonders spannend ist weniger die reine Zahl als die Technik dahinter: Mercedes-AMG setzt auf drei Axialflussmotoren, eine Formel-1-inspirierte 800-Volt-Batterie und extrem hohe Ladeleistung. Der AMG wirkt dadurch wie ein Statement aus Affalterbach: elektrische Performance soll nicht nur schnell, sondern wiederholbar und emotional sein.
Dahinter folgt der Porsche Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket. Er ist der puristischste deutsche Vertreter in dieser Auswahl, weil Porsche ihn bewusst als Track-Werkzeug positioniert: mehr Leistung, weniger Gewicht, stärkerer Aero-Fokus, optional ohne Rücksitze und mit Attack Mode. Während der Mercedes als elektrischer High-End-GT auftritt, ist der Taycan Turbo GT die Antwort für Fahrer, die eine möglichst direkte Verbindung zwischen Elektroantrieb und Rundstrecke suchen.
Der Audi e-tron GT RS Performance spielt eine andere Rolle. Er ist Audis stärkstes Serienfahrzeug und verbindet 925 PS mit klassischem Gran-Turismo-Charakter. Statt maximaler Radikalität steht hier die Mischung aus Design, Reisekomfort und RS-Performance im Vordergrund. BMW deckt die deutsche Leistungsspitze dagegen mit zwei sehr unterschiedlichen Konzepten ab: Der i7 M70 xDrive bringt M-Leistung in eine Luxuslimousine, der iX M70 xDrive in ein großes SUV. Beide zeigen, dass hohe elektrische Leistung in Deutschland nicht nur über Sportwagen definiert wird.
Nach den bereits genannten Welt- und Deutschland-Modellen lohnt der Blick auf den Bauform-Filter. Er zeigt, wie unterschiedlich elektrische Leistung heute verpackt wird.
Fließheck: Der Tesla Model S Plaid bleibt das naheliegende Beispiel. Er ist kein neues Auto mehr, aber weiterhin einer der wichtigsten Leistungspunkte im Elektroauto-Markt: 1.033 PS in unserer Datenbank, drei Motoren, enorme Beschleunigung und eine Karosserie, die trotz Supercar-Zahlen alltagstauglich bleibt.
SUV: Beim SUV führt nach Ausschluss der bereits genannten Modelle der Tesla Model X Plaid. Das Besondere ist der Widerspruch aus Größe, Sitzplätzen, Laderaum und Plaid-Antrieb. Ein großes Familien-SUV, das bei der Beschleunigung viele Sportwagen alt aussehen lässt, bleibt auch dann bemerkenswert, wenn die Form polarisiert.
Cabrio / Roadster: Der Tesla Roadster ist in unserer Liste der stärkste offene Kandidat. Er steht allerdings eher für das Versprechen eines elektrischen Extrem-Roadsters als für ein heute breit verfügbares Serienauto. Gerade deshalb ist der Blick auf die Bauform spannend: Offene Elektroautos mit echter High-Performance sind noch selten. Wer ein greifbareres Beispiel sucht, findet mit dem Maserati GranCabrio Folgore bereits einen elektrischen Luxus-Cabrio-GT mit italienischem Charakter.
Pickup: Der Tesla Cybertruck Cyberbeast ist das stärkste Pickup-Beispiel im Grid. Seine Besonderheit liegt nicht nur in der Leistung, sondern im Nutzfahrzeug-Kontext: sehr schnelle Beschleunigung, hohe Anhängelast, großer Laderaum und ein Design, das kaum versucht, klassisch gefällig zu sein.
Sportwagen / Coupé: Wenn Rimac und der neue Mercedes bereits abgezogen sind, rückt der Maserati GranTurismo Folgore in den Fokus. Er ist kein reiner Zahlenkrieger, sondern ein elektrischer Grand Tourer mit 800-Volt-Technik, drei Motoren und Formel-E-Erfahrung im Antrieb. Damit wirkt er weniger wie ein stillgelegter Verbrennertraum und mehr wie eine elektrische Neuinterpretation des klassischen italienischen GT.
Stufenheck: Beim Stufenheck bleibt nach der Welt- und Deutschland-Spitze der NIO ET7 ein interessantes Beispiel. Er kombiniert hohe Systemleistung mit Premium-Limousinenanspruch, Luftfederung, starkem Assistenz- und Chassis-Fokus sowie dem NIO-typischen Batterie-Ökosystem. Er ist damit weniger Showcar als Technologie-Limousine.
Die folgenden 50 Fahrzeuge sind nach Leistung in PS sortiert und zeigen jeweils die stärkste in unserer Datenbank hinterlegte Variante. Über den Form-Filter können Sie gezielt nach SUV, Stufenheck, Fließheck, Sportwagen / Coupé, Cabrio / Roadster oder Pickup suchen und sehen, welche Bauform aktuell die stärksten Elektroautos stellt.
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