Das Jahr 2025 stellt sich für die Elektromobilität in Deutschland bisher als Jahr des Umbruchs und der Neujustierung dar. Nach einem schwierigen Jahresende 2024 steigen die Neuzulassungen von Elektroautos wieder deutlich an, allerdings verläuft das Wachstum nicht bei allen Herstellern gleich. Während einige Marken mit neuen Modellen, aggressiver Preispolitik oder attraktiven Firmenkundenangeboten Marktanteile zurückgewinnen, verlieren andere überraschend an Boden. Besonders auffällig ist die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Marken, die zwar sichtbar ist, aber zum Teil noch hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Die folgenden Auswertungen zeigen im Detail, wie sich der BEV-Markt in Deutschland Monat für Monat entwickelt – beginnend mit den aktuellen Zahlen für April und zurück bis Januar. Im Fokus stehen dabei nicht nur die reinen Zulassungszahlen, sondern auch die Veränderungen von Marktanteilen, Modellrankings, Preisstrategien und Herstellertrends. Die Betrachtung erfolgt bewusst in absteigender Reihenfolge, um aktuelle Entwicklungen stärker zu gewichten und ihre Einordnung im Jahresverlauf nachvollziehbar zu machen.
Im April 2025 erreichte der Volkswagen Konzern einen beeindruckenden Marktanteil von fast 47 Prozent bei den Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland. Besonders hervorzuheben ist dabei die Marke VW selbst, die mit 9.725 zugelassenen Fahrzeugen dominiert. Erfolgreichstes Elektrofahrzeug des Konzerns war erneut der ID.7, der seit Jahresbeginn bereits 12.469 Mal verkauft wurde.
Auch andere Marken des VW-Konzerns trugen maßgeblich zum Erfolg bei:
Škoda: Der neue ELROQ überholte den ENYAQ in den Verkaufszahlen, was auf die bevorstehende Modellpflege des ENYAQ zurückzuführen sein könnte.
Cupra: Mit 1.870 Born-e SUVs und 1.326 Tavascans erzielte die Marke insgesamt 3.196 Zulassungen.
Porsche: Mit 788 abgesetzten Stromern lag Porsche nur knapp hinter Tesla, das lediglich 885 Einheiten verkaufte.
Tesla erlebte einen signifikanten Rückgang und verschwand vollständig aus den Top 25 der Neuzulassungen. Das Model Y erreichte mit nur 639 Einheiten den 26. Platz, hinter Modellen wie dem BMW i4, MG4, Mercedes EQB und EQA sowie dem Renault 5.
BMW: Führte die Premiummarken mit 4.151 verkauften Elektrofahrzeugen an. Besonders der 4er zeigte mit einem Stromeranteil von 44 % eine starke Performance.
Audi: Dank des A6 e-tron belegte Audi einen soliden zweiten Platz unter den Premiummarken.
Mercedes-Benz: Mit 2.626 abgesetzten Stromern lag Mercedes deutlich hinter BMW. Kein Modell erreichte eine vierstellige Zulassungszahl.
Chinesische Marken, einschließlich Polestar und Volvo, setzten zusammen lediglich 3.793 Fahrzeuge ab, was einem Marktanteil von unter 10 % entspricht. Lediglich BYD zeigte mit 1.049 verkauften Einheiten aus sieben Modellen eine nennenswerte Präsenz.
Stellantis: Die Marken des Konzerns, einschließlich des Joint Ventures mit Leapmotor, setzten zusammen 4.228 Fahrzeuge ab. Opel trug mit 1.926 Einheiten, darunter 922 Corsa Electric, maßgeblich dazu bei.
Renault: Dank des neuen R5 wurden 848 Fahrzeuge verkauft. Bemerkenswert ist, dass weder vom Twingo noch vom ZOE ein einziges Fahrzeug verkauft wurde, was das Ende des ZOE-Modells in Deutschland markiert.
Ford setzte insgesamt 1.615 Elektrofahrzeuge ab. Der Explorer EV, basierend auf der MEB-Plattform, war mit 952 Einheiten das erfolgreichste Modell. Es folgen der Puma Gen-E (321) und der Capri (224). Der Mustang Mach-E hingegen verkaufte sich mit nur 25 Einheiten sehr schlecht.
Mit insgesamt 242.728 neu zugelassenen Fahrzeugen war der April 2025 ein starker Monat für den deutschen Automarkt. Davon entfielen 45.535 Einheiten auf vollelektrische Fahrzeuge (BEV) – ein Plus von 53,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit der erfolgreichste April seit Beginn der E-Auto-Auswertungen. Maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatte der VW-Konzern, der mit einem Marktanteil von fast 47 Prozent die BEV-Neuzulassungen klar dominierte. Vor allem der VW ID.7, der besonders in Flotten gefragt ist, profitierte von hohen Rabatten und avancierte zum meistverkauften Modell. Auch Škoda, Cupra, Audi und Porsche trugen mit starken Einzelplatzierungen zum Erfolg bei. Tesla hingegen schaffte es trotz attraktiver Preisangebote für das Model Y und Model 3 erstmals nicht in die Top 25.
Im März 2025 wurden in Deutschland 42.521 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen, was einem Zuwachs von 35,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Allerdings liegt dieses Ergebnis leicht unter dem Niveau vom März 2023, als 44.125 BEVs neu zugelassen wurden.
Der Volkswagen-Konzern erzielte ein herausragendes Ergebnis:
VW ID.7: Mit über 3.200 Neuzulassungen avancierte der ID.7 zum erfolgreichsten Elektroauto des Monats und verdrängte das Tesla Model Y von der Spitzenposition.
Škoda ELROQ: Überraschend schaffte es der neue ELROQ in die Top Ten und überholte damit den Cupra Tavascan, der im Februar noch besser platziert war.
Audi A6 e-tron: Dieses Modell setzte sich erfolgreich gegen die Konkurrenz von Mercedes-Benz (EQE) und BMW (i5) durch und erreichte eine vordere Platzierung.
Volkswagen: 8.872 BEVs
Audi: 3.399 BEVs
BMW: 3.970 BEVs
Mercedes-Benz: 2.568 BEVs; der neue CLA wurde bereits 109 Mal zugelassen.
Porsche: 994 BEVs, davon 667 Macan-Modelle.
Obwohl die Produktion des überarbeiteten Tesla Model Y angelaufen ist, konnte das Modell seine frühere Spitzenposition nicht halten. Es blieb zwar in den Top Ten, wurde jedoch vom VW ID.7 überholt.
BYD: Mit 615 Neuzulassungen verzeichnete BYD einen beeindruckenden Zuwachs von 403 % im Vergleich zum Vorjahr.
MG ROEWE: Steigerte sich um 34,7 % auf 866 Fahrzeuge.
NIO: Erlebte einen drastischen Rückgang auf nur 21 Fahrzeuge.
XPeng: Kam auf 176 Neuzulassungen.
GWM: Blieb mit 74 Fahrzeugen weiterhin unauffällig.
Hyundai (inkl. Genesis): Setzte 2.295 BEVs ab, was einem deutlichen Plus entspricht.
Kia: Verzeichnete 1.362 Neuzulassungen.
Der neue Renault 5 E-Tech Electric wurde 1.070 Mal zugelassen und fand damit einen erfolgreichen Einstieg in den Markt.
Volvo: Verzeichnete einen Rückgang auf 886 Fahrzeuge gegenüber 1.261 im Vorjahresmonat.
Polestar: Hielt das Vorjahresniveau mit 357 Fahrzeugen, benötigte dafür jedoch drei Modelle statt nur einem.
Der März 2025 zeigt eine Stabilisierung des deutschen Elektroautomarktes mit moderatem Wachstum. Der Volkswagen Konzern festigt seine Führungsposition, während Tesla an Boden verliert. Chinesische Hersteller wie BYD und MG ROEWE zeigen Aufwärtstendenzen, andere wie NIO sind rückläufig. Die koreanischen Marken entwickeln sich positiv und der neue Renault 5 E-Tech Electric startet erfolgreich.
Im Februar 2025 wurden in Deutschland 1,5 % mehr batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge blieb mit 16,2 % trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes moderat.
Der Volkswagen-Konzern verzeichnete erhebliche Steigerungen:
VW (Marke): Mit 8.265 Neuzulassungen erzielte VW einen Zuwachs von 239,4 % im Vergleich zum Vorjahr (2.553 Einheiten).
Audi: Steigerte sich um 111 % bei den BEV-Zulassungen.
Porsche: Verzeichnete einen Anstieg von 257,5 %.
Diese Erfolge wurden teilweise durch aggressive Preisnachlässe erkauft, was jedoch zu rückläufigen Betriebsergebnissen führte.
Tesla: Blieb hinter den Erwartungen zurück, was auf den Modellwechsel beim Model Y und negative Berichterstattung in der deutschen Presse zurückgeführt wird.
SEAT (Cupra) und Škoda: Trugen signifikant zum Erfolg des VW-Konzerns bei. Der SEAT Tavascan war erneut in den Top Ten vertreten.
Hyundai (inkl. Genesis): Setzte 1.577 Einheiten ab. Genesis spielte mit nur 19 Einheiten kaum eine Rolle.
Kia: Verzeichnete 1.051 Zulassungen. Der EV3 ersetzte den Niro, von dem nur noch 8 Einheiten verkauft wurden.
Volvo: Musste einen Rückgang von 38,8 % hinnehmen, mit nur 764 verkauften Elektroautos gegenüber 1.247 im Vorjahr.
Polestar: Verzeichnete einen symbolischen Zuwachs von 60 %, jedoch von niedrigen Vorjahreszahlen ausgehend. Der Polestar 3 wurde nur fünfmal verkauft, während der vergleichbare Volvo EX90 64 Mal abgesetzt wurde.
Der Februar 2025 zeigte eine leichte Erholung des Elektroautomarktes in Deutschland mit einem minimalen Anstieg der BEV-Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Volkswagen-Konzern dominierte den Markt mit beeindruckenden Zuwächsen, die durch Preisnachlässe unterstützt wurden. Andere Hersteller, insbesondere aus Korea und China, hatten Schwierigkeiten, ihre Marktanteile zu halten oder auszubauen.
Nach einem schwierigen Jahr 2024 erlebte der deutsche Elektroautomarkt im Januar 2025 eine signifikante Erholung. Die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um beeindruckende 53,5 %. Im Januar 2025 wurden in Deutschland 34.498 reine Elektro-Pkw neu zugelassen, ein Plus von 53,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Anteil der reinen Elektro-Pkw an den Neuzulassungen lag bei 16,6 Prozent, ein Plus von 6,1 Prozentpunkten gegenüber Januar 2024.
Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Neuzulassungen waren erhebliche Preisnachlässe der Hersteller. Diese Rabatte entsprachen in etwa der früheren Umweltprämie und machten Elektrofahrzeuge für Käufer attraktiver. Im Falle des VW ID.7 lagen die Nachlässe teilweise im fast fünfstelligen Bereich.
Die Zahlen für Januar 2025 deuten auf eine mögliche Trendwende im deutschen Elektroautomarkt hin. Der starke Anstieg der Neuzulassungen, insbesondere bei Marken wie VW, Škoda und Cupra, zeigt, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wieder steigt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieser Aufwärtstrend in den kommenden Monaten anhält und ob weitere politische Maßnahmen die Elektromobilität in Deutschland weiter fördern werden.
Die Zahlen für Januar 2025 deuten auf eine mögliche Trendwende im deutschen Elektroautomarkt hin. Der starke Anstieg der Neuzulassungen, insbesondere bei Marken wie VW, Škoda und Cupra, zeigt, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wieder steigt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieser Aufwärtstrend in den kommenden Monaten anhält und ob weitere politische Maßnahmen die Elektromobilität in Deutschland weiter fördern werden.
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