FirstEV Modellübersicht

Citroën e-C3 Aircross: Modelle, Preise, Bilder & Test

Der Citroën ë-C3 Aircross ist seit 2024 die längere SUV-Ergänzung zum kleinen ë-C3 und technisch eng mit dem Opel Frontera verwandt. Auf nur 4,39 Metern schafft die Smart-Car-Plattform fünf vollwertige Plätze sowie 460 bis 1.600 Liter Gepäckraum; Citroëns Federung mit hydraulischen Anschlägen setzt einen klaren Komfortakzent. Der 83-kW-Frontmotor bleibt in beiden Elektroversionen gleich. Mit 44 kWh sind bis zu 307 Kilometer WLTP möglich, die 2025 ergänzte 54-kWh-Variante erreicht bis zu 400 Kilometer. Beide laden mit maximal 100 kW. Anders als Benziner und Hybrid ist der ë-C3 Aircross nicht als Siebensitzer erhältlich. Er bietet daher vor allem viel Familienraum zum niedrigen Elektro-Einstiegspreis, nicht die beworbene dritte Sitzreihe der Gesamtbaureihe.

ab 26.490 €Grundpreis
bis 384 kmWLTP-Reichweite
bis 100 kWSchnellladen
2aktuelle Varianten
CBaureihe seit 2024

Markteinordnung

Kernkompetenzen: Citroën e-C3 Aircross

Der Citroën e-C3 Aircross Extended Range empfiehlt sich im Segment der kleinen Elektro-SUV vor allem als praktisch geschnittenes Familienauto für Alltag und regionale Ausflüge. Seine hohe, kantige Karosserie schafft reichlich Kopffreiheit auch im Fond und einen gut nutzbaren Gepäckraum, sodass größere Mitfahrer und der Wocheneinkauf ihren Platz finden. Das passt zu Haushalten, die regelmäßig Menschen und Gepäck transportieren und einen unkomplizierten Alltagsbegleiter suchen. Der Kompromiss liegt in der begrenzten Sitzvariabilität: Eine zusätzliche Sitzreihe gibt es bei der Elektroversion nicht, auch gegen Aufpreis nicht.

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Schnelle Entscheidung

Welche Citroën e-C3 Aircross-Variante passt zu dir?

Die sinnvollste Wahl hängt weniger von der Maximalleistung als von Karosserie, Antrieb und Einsatzprofil ab.

Citroen e-C3 Aircross 2024 rot seitlich fahrend

Allrounder · Performance

44 kWh

SUV · Baureihe C

Die Variante 44 kWh ist ab 26.490 € der Einstieg in die aktuelle Modellfamilie. Die Leistungsspitze markiert diese Variante mit 113 PS und 12,9 s von 0 auf 100 km/h. Dazu kommen Frontantrieb, 44,0 kWh brutto, bis zu 100 kW DC.

Citroen e-C3 Aircross 2024 rot seitlich fahrend

Reichweite

Extended Range

SUV · Baureihe C

Mit bis zu 384 km WLTP bietet sie die größte Normreichweite der Modellfamilie. Dazu kommen Frontantrieb, 54,0 kWh brutto, bis zu 100 kW DC.

Direktvergleich

Varianten im Datenvergleich

Herstellerangaben und gepflegte FirstEV-Daten; Preis jeweils ohne individuelle Sonderausstattung.

VariantePreisWLTPBatterieLeistung0–100 km/hDCKofferraumAntrieb
44 kWhC 26.490 € 306 km 44,0 kWh 83 kW / 113 PS 12,9 s 100 kW 460–1.600 l Front
Extended RangeC 30.690 € 384 km 54,0 kWh 83 kW / 113 PS 13,0 s 100 kW 460–1.600 l Front

FirstEV Datenranking

Der Citroën e-C3 Aircross im direkten Ranking-Vergleich

Wähle ein Ranking und vergleiche das Modell mit seinem direkten Nachbarn davor und dahinter. Bei Platz eins zeigen wir die beiden nächstplatzierten Modelle.

Top SUV134 Modelle im Vergleich

Elektro-SUV

SUV

37,9Punkte
Grauer BYD Atto 2 in frontaler Fahransicht
BYD Atto 246.5 kWh
Platz 105 von 134im Elektro-SUV-Vergleich
Reichweite0,0
Effizienz60,0
Laden25,0
Preis-Leistung82,8
Performance11,3
Nutzwert15,4

Elektro-SUV

SUV

37,8Punkte
Gruener Citroen e-C3 Aircross in Fahransicht
Citroën e-C3 Aircross44 kWh
Platz 106 von 134im Elektro-SUV-Vergleich
Reichweite0,0
Effizienz80,0
Laden0,0
Preis-Leistung100,0
Performance0,0
Nutzwert33,6

Elektro-SUV

SUV

37,7Punkte
Platz 107 von 134im Elektro-SUV-Vergleich
Reichweite28,2
Effizienz20,0
Laden35,3
Preis-Leistung37,9
Performance41,1
Nutzwert20,2

Komplettes Top SUV Ranking ansehen

Wie entsteht das FirstEV Ranking?

Die Bewertung normalisiert technische Daten innerhalb desselben Rankings. Berücksichtigt werden Reichweite, Effizienz, Laden, Preis-Leistung, Performance und Nutzwert; je nach Fahrzeugklasse kommen weitere passende Faktoren hinzu. Pro Modell erscheint die bestplatzierte aktuell angebotene Variante. Punkte und Teilwerte sind relative Datenbankwerte und keine Testnote.

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Ausführliche Einordnung

Citroën e-C3 Aircross im Modellüberblick

Technik, Fahrcharakter, Alltag, Kritik und die Rolle der einzelnen Varianten.

Citroën ë-C3 Aircross: Platz für den Alltag

Der ë-C3 Aircross setzt dort an, wo ein kleiner Elektro-Zweitwagen für viele Familien nicht mehr genügt: bei ausreichend Platz im Fond, einem brauchbaren Gepäckraum und einem überschaubaren Anschaffungspreis. Seine besondere Stärke ist nicht die größte Batterie oder der kräftigste Antrieb. Citroën verbindet vielmehr ein kostenbewusst entwickeltes Fahrzeug mit einigen gezielten Komfortlösungen. Die 2025 ergänzte Reichweitenversion erweitert dieses Konzept, ohne daraus ein grundsätzlich anderes Auto zu machen.

Das ist eine wichtige Unterscheidung zum kleinen ë-C3 ebenso wie zum größeren ë-C5 Aircross. Der ë-C3 Aircross bietet mehr Familienraum als der Kleinwagen, bleibt technisch aber auf ein einfaches, bezahlbares Gesamtpaket ausgerichtet. Ob das passt, entscheidet sich weniger an der SUV-Optik als am tatsächlichen Nutzungsprofil: tägliche Wege mit mehreren Personen liegen ihm näher als regelmäßig lange Autobahnetappen unter Zeitdruck.

Mehr Raum aus gemeinsamer Technik

Die Smart-Car-Plattform ist für Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsantriebe ausgelegt. Gemeinsame Komponenten und die Verwandtschaft mit dem ë-C3 sowie dem Opel Frontera helfen, Entwicklung und Fertigung wirtschaftlich zu halten. Beim Aircross wird daraus auf rund 4,39 Metern ein deutlich geräumigeres Fahrzeug. Die aufrechte Karosserie und das wenig abfallende Dach nutzen den verfügbaren Raum für Passagiere und Gepäck statt für eine coupéartige Silhouette.

Die Elektroversion ist ausschließlich ein Fünfsitzer. Die häufig beworbene dritte Sitzreihe gehört zu den Verbrenner- und Hybridvarianten. Der Fünfsitzer hat dafür eine gegenüber der Siebensitzer-Anordnung um 65 Millimeter weiter hinten positionierte Rückbank. Das ist ein konstruktiver Vorteil für die Beinfreiheit, keine verschiebbare Sitzbank. Mit 460 Litern bleibt zugleich ein familiengerechter Kofferraum. Green Car Guide lobt den Platz im Fond und das Gepäckabteil, weist aber auf die hohe Ladekante hin. Viel Volumen bedeutet also nicht automatisch, dass sich schwere Gegenstände besonders bequem einladen lassen.

Komfort mit hydraulischem Kniff

Citroëns Advanced-Comfort-Federung arbeitet mit zusätzlichen hydraulischen Anschlägen in den Stoßdämpfern. Bei großen Ein- und Ausfederbewegungen bremsen diese den Dämpferweg zunehmend ab und bauen Bewegungsenergie ab, statt den Anschlag allein einem elastischen Puffer zu überlassen. Im normalen Arbeitsbereich bleiben Feder und Dämpfer zuständig. Die Konstruktion schafft Spielraum für eine komfortable Abstimmung, ist aber weder eine Luftfederung noch die frühere Hydropneumatik der Marke.

Das Ergebnis wird in Fahrberichten nicht durchweg als besonders weich empfunden. AUTO BILD beschreibt den getesteten Standard Range als straffer als erwartet; Green Car Guide findet das Auto leicht und angenehm zu fahren, sieht aber Grenzen bei großen Unebenheiten und Schlaglöchern. Das widerspricht dem technischen Prinzip nicht: Hydraulische Anschläge wirken vor allem an den Enden des Federwegs und können nicht jede kurze Fahrbahnkante verschwinden lassen. Reifen, Beladung und die übrige Dämpferabstimmung bleiben für den Gesamteindruck entscheidend.

Mehr Batterie, nicht mehr Leistung

Die größere Batterie erweitert vor allem den Aktionsradius. Der Frontantrieb bleibt bei 83 kW, eine zusätzliche Leistungsstufe bringt die Reichweitenversion nicht mit. Beide Batteriegrößen verwenden LFP-Zellchemie, also Lithium-Eisenphosphat. Die größere Ausführung ist deshalb nicht als Wechsel zu einem grundsätzlich anderen Hochleistungsantrieb zu verstehen. Sie schafft mehr Energiereserve für längere Tagesstrecken, Umwege und die zusätzliche Heizenergie im Winter.

Auch die Fahreindrücke passen zu dieser Priorität. Auto Express hält den ruhigen, gleichmäßigen Elektroantrieb für stimmiger als den stärker hörbaren Benziner, betont aber die zurückhaltenden Fahrleistungen. Die größere Batterie allein löst zudem nicht das Problem steigenden Verbrauchs bei hohem Tempo. AUTO BILD ermittelte beim kleinen 44-kWh-Modell auf seiner gesonderten Fahrt mit 130 km/h eine Reichweite von 222 Kilometern. Das ist ein Testergebnis dieser Ausführung, kein Wert für die größere Batterie. Es zeigt aber, warum ein großzügiger Innenraum und eine ausreichend lange Reiseetappe zwei verschiedene Anforderungen sind.

Laden mit klaren Grenzen

Die maximale DC-Ladeleistung bleibt auch mit größerer Batterie bei 100 kW. Für die Reichweitenversion nennt Citroën rund 28 Minuten von 20 auf 80 Prozent unter geeigneten Bedingungen. Der Start bei 20 Prozent ist wichtig: Das Zeitfenster ist kürzer als der häufig zum Vergleich verwendete Hub von 10 auf 80 Prozent. Aus der ähnlichen Minutenzahl lässt sich deshalb keine gleich schnelle Ladung über das größere Fenster ableiten. Für die Reiseplanung zählen außerdem die zwischen zwei Stopps tatsächlich fahrbaren Kilometer, nicht nur die Dauer des einzelnen Aufenthalts.

Beim Wechselstromladen lohnt der Blick auf das konkrete Fahrzeug. Der serienmäßige 7,4-kW-Lader arbeitet einphasig, der angebotene 11-kW-Lader dreiphasig. Die Differenz betrifft damit nicht nur den Spitzenwert: Eine auf 16 Ampere je Phase begrenzte 11-kW-Wallbox kann einem einphasigen Fahrzeug nicht automatisch dessen volle 7,4 kW bereitstellen. Wer regelmäßig während kürzerer Standzeiten nachladen möchte, profitiert deshalb von der dreiphasigen Ausführung. Anschluss, Fahrzeugausstattung und verfügbare Ladezeit müssen zusammenpassen.

Einfach bedienen, selbst mitdenken

Das schmale Fahrerdisplay sitzt weit oben und wird über den Lenkradkranz hinweg abgelesen. Physische Klimabedienelemente ersparen für häufige Einstellungen den Umweg über den Touchscreen. The Car Expert hebt beides positiv hervor, kritisiert zugleich aber den begrenzten Funktionsumfang des zentralen Bildschirms. Je nach Ausstattung übernimmt bereits das Smartphone wesentliche Aufgaben: Die Einstiegslösung nutzt eine Smartphone-Station, höher ausgestattete Fahrzeuge einen zentralen Touchscreen mit Smartphone-Anbindung.

Auch die Rekuperation bleibt überschaubar. Green Car Guide beschreibt die Stellung C als auf freieres Rollen ausgelegte Alternative zur normalen Verzögerung in D; eine fein abgestufte Wahl über Lenkradwippen gibt es nicht. The Car Expert vermisst zudem echtes One-Pedal-Driving. Wer von einem Verbrenner umsteigt, dürfte sich mit diesem zurückhaltenden Verhalten schnell zurechtfinden. Wer dagegen eine umfassende elektrische Reiseassistenz und starke Verzögerung allein über das Fahrpedal erwartet, muss Abstriche machen. Der ë-C3 Aircross überzeugt damit vor allem als geräumiger, unkomplizierter Familienbegleiter, dessen technische Einfachheit sowohl seinen Preisansatz als auch seine Grenzen erklärt.

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