FirstEV Modellübersicht

BMW i4: Modelle, Preise, Bilder & Test

Der BMW i4 verbindet seit 2021 den Elektroantrieb mit der Karosserie des 4er Gran Coupé. Er nutzt keine reine Stromerplattform, bewahrt dadurch aber Proportionen, eine große Heckklappe und 470 bis 1.290 Liter Gepäckraum. Vom heckgetriebenen eDrive35 bis zum allradgetriebenen M-Modell deckt die Baureihe Alltag, Langstrecke und Fahrleistung ab. Die Modellpflege von 2024 modernisierte Licht und Bedienung; 2025 senkten Siliziumkarbid-Inverter den Verbrauch der Hecktriebler um rund 4,5 Prozent. Ohne größere Batterie steigt die Reichweite dadurch beim eDrive35 auf bis zu 514 und beim eDrive40 auf 613 Kilometer WLTP. Gleichzeitig löst der 442 kW starke M60 den M50 ab. Der i4 bleibt damit ein praktischer Sport-Liftback statt einer kompromisslosen Elektro-Neukonstruktion.

ab 57.600 €Grundpreis
bis 510 kmWLTP-Reichweite
3,7 s0–100 km/h
4aktuelle Varianten
i04Baureihe seit 2024

Schnelle Entscheidung

Welche BMW i4-Variante passt zu dir?

Die sinnvollste Wahl hängt weniger von der Maximalleistung als von Karosserie, Antrieb und Einsatzprofil ab.

BMW i4 eDrive40 2024 am Meer

Allrounder

eDrive35

Fließheck · Baureihe i04

Die Variante eDrive35 ist ab 57.600 € der Einstieg in die aktuelle Modellfamilie. Dazu kommen Heckantrieb, 70,3 kWh brutto, bis zu 180 kW DC.

BMW i4 eDrive40 2024 am Meer

Reichweite

eDrive40

Fließheck · Baureihe i04

Mit bis zu 510 km WLTP bietet sie die größte Normreichweite der Modellfamilie. Dazu kommen Heckantrieb, 83,9 kWh brutto, bis zu 205 kW DC.

BMW i4 eDrive40 2024 am Meer

Performance

M60 xDrive

Fließheck · Baureihe i04

Die Leistungsspitze markiert diese Variante mit 601 PS und 3,7 s von 0 auf 100 km/h. Dazu kommen Allrad, 83,9 kWh brutto, bis zu 205 kW DC.

Direktvergleich

Varianten im Datenvergleich

Herstellerangaben und gepflegte FirstEV-Daten; Preis jeweils ohne individuelle Sonderausstattung.

VariantePreisWLTPBatterieLeistung0–100 km/hDCKofferraumAntrieb
eDrive35i04 57.600 € 428 km 70,3 kWh 210 kW / 286 PS 6,0 s 180 kW 470–1.290 l Heck
eDrive40i04 60.600 € 510 km 83,9 kWh 250 kW / 340 PS 5,6 s 205 kW 470–1.290 l Heck
xDrive40i04 64.100 € 460 km 83,9 kWh 295 kW / 401 PS 5,1 s 205 kW 470–1.290 l Allrad
M60 xDrivei04 72.900 € 433 km 83,9 kWh 442 kW / 601 PS 3,7 s 205 kW 470–1.290 l Allrad

FirstEV Datenranking

Der BMW i4 im direkten Ranking-Vergleich

Wähle ein Ranking und vergleiche das Modell mit seinem direkten Nachbarn davor und dahinter. Bei Platz eins zeigen wir die beiden nächstplatzierten Modelle.

Beste Elektroautos266 Modelle im Vergleich

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

69,5Punkte
Platz 44 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite80,5
Effizienz85,7
Laden31,1
Preis-Leistung86,7
Performance49,0
Nutzwert46,8

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

69,5Punkte
Grauer BMW i4 in frontaler Fahransicht
BMW i4eDrive40
Platz 45 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite83,8
Effizienz100,0
Laden38,3
Preis-Leistung76,2
Performance61,4
Nutzwert30,0

Beste Elektroautos

Gesamtwertung

69,1Punkte
Dunkler XPENG G9 in Frontansicht
XPENG G9RWD Long Range
Platz 46 von 266im Beste Elektroautos-Vergleich
Reichweite89,6
Effizienz42,9
Laden75,0
Preis-Leistung64,5
Performance57,5
Nutzwert50,2
Wie entsteht das FirstEV Ranking?

Die Bewertung normalisiert technische Daten innerhalb desselben Rankings. Berücksichtigt werden Reichweite, Effizienz, Laden, Preis-Leistung, Performance und Nutzwert; je nach Fahrzeugklasse kommen weitere passende Faktoren hinzu. Pro Modell erscheint die bestplatzierte aktuell angebotene Variante. Punkte und Teilwerte sind relative Datenbankwerte und keine Testnote.

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Ausführliche Einordnung

BMW i4 im Modellüberblick

Technik, Fahrcharakter, Alltag, Kritik und die Rolle der einzelnen Varianten.

BMW i4: Elektro-Gran-Coupé mit M60-Spitze

Der BMW i4 ist kein klassisches Elektroauto mit komplett neuem Raumkonzept, sondern die elektrische Auslegung des 4er Gran Coupé. Genau das macht ihn interessant. BMW nutzt eine bekannte, fahraktive Karosserieform mit großer Heckklappe, langer Haube und flacher Dachlinie und kombiniert sie mit einem Hochvoltsystem im Fahrzeugboden. Der i4 wirkt dadurch weniger wie ein radikaler Gegenentwurf zum Verbrenner, sondern wie ein BMW, der seinen Antrieb gewechselt hat.

Diese Nähe zum 4er ist Stärke und Grenze zugleich. Der i4 fährt und sitzt sich vertraut, bietet eine gute Mischung aus Sportlichkeit, Langstreckenkomfort und Alltagstauglichkeit, verschenkt aber manche Vorteile einer reinen Elektroplattform. Es gibt keinen Frunk, der Fond ist nicht so großzügig wie bei manchen speziell entwickelten Elektro-Limousinen, und die Batterie muss sich in eine bestehende Fahrzeugarchitektur einfügen. Dafür bleibt der i4 eines der wenigen Elektroautos, die den klassischen BMW-Charakter eines niedrigen, fahraktiven Gran Coupés glaubwürdig in die Elektrowelt übertragen.

Plattform mit Kompromiss

Technisch steht der i4 auf der CLAR-nahen Architektur des 4er Gran Coupé, nicht auf einer dedizierten Neue-Klasse-Elektroplattform. Das hat Folgen. Die Batterie sitzt zwar tief im Unterboden und verbessert Schwerpunkt und Karosseriesteifigkeit, aber die Proportionen, Sitzposition und Innenraumstruktur bleiben stark vom Verbrenner-Layout geprägt. Der i4 ist deshalb kein Raumwunder, sondern ein sehr nutzbares Fließheck mit sportlicher Grundhaltung.

Gerade diese Mischung unterscheidet ihn von vielen Wettbewerbern. Während Tesla Model 3, Hyundai IONIQ 6 oder Polestar 2 stärker aus einer Elektro-Logik heraus gedacht sind, bleibt der i4 näher am traditionellen Premium-Fahrgefühl. Die direkte Lenkung, die niedrige Sitzposition, die ausgewogene Achslastverteilung und die BMW-typische Abstimmung machen ihn für Fahrer interessant, die nicht nur Reichweite und Displaygröße vergleichen, sondern ein vertrautes Fahrgefühl suchen.

SiC-Update und M60

Mit der 2024er Modellpflege bekam der i4 neue Lichtsignaturen, optional Laser-Rückleuchten, BMW Operating System 8.5 und ein überarbeitetes Innenraum-Finish. Wichtiger für die technische Substanz ist aber das Sommer-2025-Update. BMW stattet eDrive35 und eDrive40 mit neuer Leistungselektronik auf Basis von Siliziumkarbid-Halbleitern aus. Diese SiC-Inverter verringern elektrische Verluste, besonders im Teillastbereich, und verbessern damit Effizienz und Reichweite, ohne dass dafür eine größere Batterie nötig ist.

Parallel ersetzt der i4 M60 xDrive den bisherigen M50 als Spitze der Baureihe. Der neue M60 bringt 442 kW und 795 Nm, verteilt auf zwei E-Motoren, und setzt damit ein klares Performance-Signal innerhalb einer Baureihe, die eigentlich stark von Effizienzvarianten lebt. Der Schritt ist typisch BMW: Die Plattform wird nicht komplett neu erfunden, sondern über Leistungselektronik, Software, Antriebsabstimmung und Modellspreizung nachgeschärft. Der i4 wirkt dadurch aktueller, obwohl seine technische Grundarchitektur weiterhin aus der Vor-Neue-Klasse-Ära stammt.

Varianten mit klarer Aufgabe

Die aktuelle i4-Palette deckt sehr unterschiedliche Nutzungsprofile ab. Der i4 eDrive35 nutzt 67,1 kWh netto, Heckantrieb, 210 kW und 400 Nm. Er ist die effizientere und preislich niedrigere Einstiegsvariante, bleibt aber mit 470 Litern Kofferraumvolumen und 1290 Litern maximalem Ladevolumen voll alltagstauglich. Der i4 eDrive40 ist die stimmigste Langstreckenvariante: 81,3 kWh netto, 250 kW, 430 Nm und der beste Mix aus Reichweite, Effizienz und BMW-typischem Heckantrieb.

Der i4 xDrive40 schiebt sich zwischen Effizienz und Performance. Mit zwei Motoren, 295 kW und 600 Nm bringt er mehr Traktion, bleibt aber weniger extrem als das M-Modell. Der i4 M60 xDrive setzt mit 442 kW und 795 Nm die Spitze. Er ist nicht nur schneller, sondern auch schwerer und verbrauchsintensiver. Deshalb ist die M60-Version nicht automatisch die sachlich beste Wahl, sondern die emotionale: stark, direkt, souverän und mit deutlich mehr Reserven, aber weniger effizient als die eDrive-Modelle.

Laden statt 800 Volt

Beim Laden bleibt der i4 technisch konservativer als neue 800-Volt-Modelle. Er nutzt ein 400-Volt-System, erreicht aber je nach Variante rund 180 bis 205 kW DC-Ladeleistung und 11 kW AC. Die großen Batterieversionen liegen damit auf einem ordentlichen Langstreckenniveau, auch wenn sie nicht die sehr kurzen Ladestopps eines Hyundai IONIQ 6, Kia EV6 oder Porsche Taycan erreichen. Entscheidend ist beim i4 weniger der Spitzenwert als die Kombination aus effizientem Fahrbetrieb, Ladeplanung und thermischer Vorbereitung.

BMW hat die Routenplanung und das Batteriemanagement über die Jahre deutlich verfeinert. Auf Langstrecke zählt, ob das Auto den Akku rechtzeitig für den Schnelllader vorbereitet, Ladepunkte sinnvoll in die Route einbindet und den Fahrer nicht mit manueller Planung allein lässt. Der i4 ist hier kein Technologieführer, aber ein ausgereiftes Reiseauto. Gerade der eDrive40 profitiert davon, weil er die große Batterie mit Heckantrieb und gutem Verbrauch verbindet.

Innenraum und Alltag

Der i4 ist praktischer, als seine Coupé-Silhouette vermuten lässt. Die große Heckklappe macht ihn im Alltag deutlich variabler als eine klassische Limousine, und der Kofferraum ist für Reisen, Einkauf oder Business-Gepäck gut nutzbar. Die Rücksitzbank lässt sich umklappen, wodurch der i4 eher als sportlicher Fünftürer denn als reine Stufenheck-Limousine funktioniert. Genau hier liegt sein Nutzwertvorteil gegenüber vielen eleganten Elektro-Limousinen.

Die Einschränkungen sitzen vor allem im Fond. Carwow beschreibt den i4 als luxuriös, komfortabel und kultiviert, kritisiert aber die beengtere zweite Reihe und das polarisierende Design. Diese Einordnung passt zur Karosserie: Vorne wirkt der i4 hochwertig und fahrerorientiert, hinten merkt man die flache Dachlinie und die Plattformherkunft. Wer regelmäßig große Erwachsene im Fond transportiert, findet geräumigere Elektroautos. Wer vorne sitzt und ein leises, gut verarbeitetes Gran Coupé sucht, bekommt dagegen ein sehr stimmiges Paket.

Fahreindruck und Kritik

Der i4 wird in Tests häufig für sein ausgewogenes Fahrwerk, den leisen Innenraum und die starke Beschleunigung gelobt. Car and Driver ordnet ihn als schnelles, komfortables und fahraktives Elektroauto ein, das sich eher wie ein guter BMW mit Elektroantrieb anfühlt als wie ein digitaler Technik-Selbstzweck. Gleichzeitig wird immer wieder kritisiert, dass die Lenkung nicht ganz die Rückmeldung früherer BMW-Sportlimousinen erreicht und dass die schweren M-Versionen bei Reichweite und Effizienz gegenüber den Hecktrieblern spürbar verlieren.

Damit ist die beste i4-Version nicht zwingend die stärkste. Der eDrive40 bleibt für viele Fahrer der Kern der Baureihe: große Batterie, Heckantrieb, gute Reichweite, hohe Alltagseffizienz und genug Leistung. Der xDrive40 lohnt sich für Traktion und Allwetterreserven, der M60 für maximale Beschleunigung und M-Inszenierung. Als Modell steht der BMW i4 heute an einer interessanten Stelle: Er ist technisch gereift, fahrerisch stark und praktisch genug, zugleich aber ein Übergangsmodell vor der Neue-Klasse-Ära. Gerade deshalb wirkt er wie ein letzter sehr klassischer BMW-Elektroansatz, bevor die nächste Plattformgeneration die Karten neu mischt.

Alternativen

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